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Archiv für thierärztliche Erfahrungen : Erster Band 1805 / hrsg. von Ludwig von Mosel und Seyfert von Tennecker
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159
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je mehr die Horn⸗ merz und Entzün⸗ Hesahr vorhanden.

Beschaffenheit derselben richten. So bald man eine

5 Eiterblatter bemerkt, muß selbige sogleich mit einem

schicklichen Instrument geoͤfnet werden, weil sonst der Eiter leicht wieder um sich greifen koͤnnte. Es versteht sich ohnehin, daß man bei dieser Operation vorsichtig zu Werke gehen muß, damit man nicht

die Hornhaut verletze, sondern blos die Blase oͤfne. Zur voͤlligen Heilung wird das oͤftere Baͤhen mit

einem Augenwasser aus Kalmuswurzel und Casta⸗

nien Rinden⸗ Absud mit einem Zusatz von etwas

Branntewein hinreichend seyn. 5 Ist die Eiterblatter von selbst aufgebrochen und

bas sich in ein Geschwuͤr verwandelt, so ist nachste.

bendes Mittel anzuwenden, vorzuͤglich dann, wenn

noch einige Entzuͤndung vorhanden ist. Nimm

Wolferleiblumen(lor. arnicae) Kamillenblumen

lor. Chamomille) von jedem 2 Loth, uͤberg ieße bei⸗ . des mit 3 Schoppen siedenden Wassers, lasse es wohl zugedeckt erkalten, seihe es durch und setze hinzu

weißen Vitriol 12 Quentel. Hiermit muß das Au⸗

ge kaͤglich einige mal warm gebaͤhet werden. Ist das Auge matt und ohne Glanz, das Geschwuͤr bleich And unrein, so wird eine Aufloͤsung aus weißem Vi⸗ e Geshwüre telt ist, je meh t Bei Behandlung

kriol und Alaune, oder die schon unter dem Artickel von den Augenflecken beschriebene rothe Salbe mit

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der Geshwürs der Hornhaut muß man sch nacher

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