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Ein kurtz formular oder unterricht, aus welchem sich einer, so sich an Fürsten, Graffen, oder Herren Höffen, für einen Rath oder Diener wil gebrauchen lassen, zuersehen und zu lernen hat, wie er sich in alle seinem thun und wesen dermassen verhalten soll, das er darvon ehr und rhum haben möge ... / durch Georgium Lauterbecken
Entstehung
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Ein kurtz Formular. ge abgefertigt sey/ vnd der wegen bitten/ dag man jm eine stunde ernennen wolt/ damit er solcher seiner werbung möcht gehört werden.

Er mag auch die Credentz als balde vberge⸗

ben/ oder bis zu der zeit dar mit verziehen/ auff

welche er seine werbung zu t hun bescheiden ist/

als dan kan er dar mit seiner sachen ein anfang machen/ denn die Credentz vor allen dingen mus vorgehen. 7

auff anzeigen/ das er von seinem Herrn abge⸗

1 2 4 V 8 enn nu die Credentz vbergeben/ sol er dar⸗

ferriget/ dem Fürsten/ Herrn/ oder Rathan⸗

zusagen/ seine vnterthenige freundliche

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oder günstigen gruss/ gnad vnd alles guts/ al⸗ kes nach gelegenheit des Standes/ Vnd wie man nicht sol zu viel thun/ vnd sich an dem ort/ ver pflicht vnd vnterthenig machen/ da manes nicht schul dig ist/ Also wil sich auch nicht gebn

nen/ das man jeman ds an seiner Herrligker Tietel vnd Freiheit abbreche. Wenn nusolche

ansagung der dienstwilligkeit geschehen/ ferner zuuermelden/ vnd darauff seine werbung/ wie er die befelh hat/ auffs schicklichst es sein kan/ dem Herrn/ oder wem es zu hören befohlen ist/ vorbringen. Denn es nicht allzeit einem Herrn gelegen/ die Gesandten vnd Potschassten/ sel⸗ ber zu hören/ derwegen er es bisweilen andern befelhen mus. Hette aber der Gesandte einen stracken befehlich/ seine werbung niemand anzu

mn seinem befelch nach/ in dem v e

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zeigen dan dem errn selbst/ so wird er sich sol

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