Teil eines Werkes 
3 (1728) Thesaurus Sanitatis
Seite
1233
Einzelbild herunterladen

den Sruntt lang mil egen Wurzeln, debate eich bem Rohr hnlcche Sr igt ſchmahlt Wach Et wächſet naler prntzh

1 1*.

Ingber.

groß als ein Daum, ſteckts fünf Finger welt, und eben ſo tleff, in bie Erde, begleſſet es gleich von der Saat an alle Wochen zweymahl, oder auch einmahl, nachdem nemlich der Ort feucht iſt, denn muß man es auch ſaͤubern, doch alſo,

daß man das zarte Gewaͤchs nicht mit verber⸗

be, und ausreiſſe. Man muß die Erde auch des Jahrs drey oder viermahl umgrabenz wenn die Blaͤtter duͤrre worden, ſo ſommlet man es ein, welches meiſtens um den Anfang des Jen⸗

60 ners geſchiehet; damit man es aber beſſer be⸗

halten koͤnne, ſo thut man die aͤuſſerſte Rinde davon, thut es in ein Geſchirr voll Meer⸗Waſ⸗ ſer, und laͤſt es ein oder zwey Stunde darinne liegen, denn thut man es eben ſo lange in dle Sonne und ſpreitet es unter einem Dache aus, biß alle Feuchtigkeit davon gedaͤmpfftz iſts aber noch in etwas feucht, ſo legt man es wieder an die Sonne. 5

Dleſe Wurtzel wärmet mächtig, aber nicht gleich anfangs, hat derowegen grobe, und zwar

nicht irrdiſche, ſondern waͤſſerige Theilgen, die

folgbar feuchten, ſie eroͤffuet, incidirt, machet dinne, tauget dem Magen, der Bruſt und an⸗ dern Lebens- Gl ledern; bringt den verlohrnen Appetit wleder, widerſtehet der Faͤulung und den boͤſen Feuchtigkeiten: dero halben iſt ſie gut im Bäuchgrimmen, Colica, Diarrhæa, die von der kalten Unmaͤßigkeit des Magens herſtam⸗ met, dahero auch die Melancholici und Cho- Jerici ſelbige nicht offt gebrauchen ſollen.

1241

Der aus Indien oder China zu uns gebrach⸗ See 0

de elngemachte Ingbet wird alſo bereitet: St. Hh h 4A wei,

Jugdd