Teil eines Werkes 
3 (1728) Thesaurus Sanitatis
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1198 Ehrenpreiß.

Eſſentz und Auch kan man aus friſchem Ehrenpretß,

Sprup.

Teutſcher Thee von

mit Brandteweln eine Eſſentz ausziehen, oder einem Sytup davon machen, welche beyde ſehr kraͤfftig ſind in allen Bruſt⸗Kranckhelten,

Wunden, Schaͤden, Nieren⸗ und Lenden⸗We⸗

he: von der Eſſentz kan man kaͤglich ein paar mahl mit 20 Tropffen, von dem Syruß aber offt einen Loͤffel voll geben.

Wenn man dle Blaͤtter des Ehrenprelſes, ehe die Blumen herfuͤr kommen, zu Ende des

Ehrenpreiß Mayens oder Anfang des Junii ſammlet, wie

und deſſen

Nutzen.

die Thee⸗Blaͤtter doͤrret, und zuhereſtet, ſo haben ſie durchaus einerley Krafft und Tugend mit den Thee⸗Blaͤttern, koͤnnen alſo mit groſ⸗ ſem Nutzen und nicht geringerer Lieblichkelt, an ſtatt des Indianiſchen Krauts, zu dem war ⸗ men Tranck fleißig gebrauchet werden. Sol. cher Tranck zertheilet und trocknet alle gluͤſſe des Haupts und der Bruſt ftilet die Hauptſchmertzen, Augenwehe, Zahn⸗ wehe, Huſten und Grimmen vertreibt die Heiſerkeit, das verſaltzene, ſcharffe und hitzige Gebluͤt, reiniget es durch den Harn, treibet ſolches mit dem Schleim Sand und Stein der Nieren aus, ſtaͤrckt das Ge⸗ daͤchtniß, bewahret fuͤr Schlag ⸗Hluͤſſe⸗

reiniget die Mutter foͤrdert die monatliche und erfreuet die Unftucht ⸗

Reinigung, baren; iſt endlich auch zu Heilung allerhand

Wunden und Schaͤden ſeht befoͤrderlich.

Es ſchreibt Nic. Agerius im J. Theil ſeiner

„Teutſchen Apothecken Cap. Gz. daß die*

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