Teil eines Werkes 
3 (1728) Thesaurus Sanitatis
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36 Para dies ⸗oder Aloes⸗Soltz.

mit ſchwartz Kuͤmmel⸗Oehl vermiſcht, und damit der Haus⸗Hahnen Wuͤrbel beſtrei⸗ chet, ſo ſoll ſolcher ohn Unterlaß 4 ſtaͤrcket es auch das Hertz und Mukker, vertrei⸗ bet das Hertz⸗Pochen, derowegen gebrau⸗ chet man es auch in Ohnmachten: wegen ſei⸗ ner Bitterkeit toͤdtet es die Wuͤrm, euſerlich gebrauchet man es offt in Hertz⸗Uberſchlaͤgen.

Es ſtaͤrcket auch die animaliſchen und erquicket

Extract nach An- gelæ Salæ deſeript.

die zeugenden und Lebens⸗Geiſter, beſitzet eine balſamiſche Krafft, hat ein ſubtiles hartzigtes

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Weſen, dahero es auch des Aloes Nahmen ge⸗ borget hat. Wenn man Zj. deſſen Pulvers nimmet, ſo heilet es die Colic und andere kalte Gedaͤrme, Bauch · und Mutter⸗RKranck⸗

heiten. Dieß Pulver auf gewiſſe Art berei-

tet, und uͤber faul Fleiſch geſtreuet, beiſſet es ſelbiges wunderbar aus, und zwar ohne Schmertzen.

Angelus Salæ machet einen Extract baraus, nimmet der auserleſenen gepulverten Stuͤck⸗ lein, digerirts und extrahirts mit rectificirtem Spir. Vini I5vi. in einem verſchloſſenen Gefaͤß in M. B. drey Tage: zu dem ausgegoſſenen li⸗ quore gieſſet er bj. Roſen⸗Waſſer, ziehet bey

gelinder Waͤrme den Spir. Vini ab, die hinter⸗ ſtellige reſinoſe Eſſenz, waͤſchet, trocknet und

kochet er nach Belieben zur Dicke, daraus kan man hernach Trochiſcos machen, Dol. Gran iij. ad gr. x. Die hinterſtellige Feces koͤn⸗ nen hernach zu Raͤucher⸗Kertzen gebrauchet werden; dieſer Extract iſt das ä . 6

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