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Ueber Gerechtſame,
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der herrſchaftlichen Waldungen. Viertes Kapite
Servituken, Beguͤnſtigungen
und Streitigkeiten in Betreff dieſes Forſtes. 8
Die herrſchaftlichen Waldungen auf dem linken Ufer des Krummfluſſes ſind von allen nochtheiligen
Gerechtſamen befreyet.—
Auf den Waldungen an der rechten Seite dieſes Fluſſes aber laſten fol⸗
dend Gerecheſamae:.
1.)
2.)
mal bey dem Oberförſter anſuchen.—
hier die Beſtimmung Statt, daß kein hauendes, ſch neidendes oder,
Die Gemeinde Thalheim hat das Recht, ihr Rindvieh in der Pracht, im Auwalde und in der Struth zu weiden, wenn dieſe Walddiſtrikte, wegen der Er⸗ ziehung eines neuen Holzbeſtandes, nicht geheegt weiden müſſen.— Sie iſt in den beyden erſten Diſtrikten aber nur zur ſogenannten Blumenhude berech⸗ tigt, welche den 1ten May ihren Anfang nimmt, und mit dem Monate Auguſt ſich endigt.— In der Struth hingegen hat ſie auch das Recht, die ſogenannte Schmeerhude oder die Schweinemaſt zu benutzen, die mit dem 12ten October ihren Anfang nimmt, und mit dem 2oſten December ſich en⸗ digt.— Es darf jeder Gemeindsmann aber nur ein Schwein unentgeldlich zur Maſt treiben. Können und ſollen mehrere eingefähmt werden, ſo fließt der Erlös an Maſtgeld dafür in die herrſchaftliche Caſſe. Auch müſſen ſich die zur Maſt Berechtigten alle Anord⸗ nungen gefallen laſſen, die zur Sicherheit des Waldes und zur Befbiherung der Holz⸗ zucht nöthig gefunden und vorgeſchrieben werden.
Auſſerdem hat die Gemeinde Thalheim das Recht, in der Pracht, im Auwalde und in der Struth wöchentlich einmal Leſeholz zu ſammeln und zwey Tage lang in jedem Jahre Stöcke zu roden. Doch muß dieſe Gemeinde den von der Forſtdirection zum Leſeholzſammeln vorgeſchriebenen Tag— jetzt Dienſtag— beobach⸗ ten, auch während der Setzzeit, vom ten May bis den 15 ten Junius, und
vährend der Prunftzeit, vom ꝛten September bis den 15 ten October, den Wald ganz meiden, und wegen der Beſtimmung der ſogenannten Sit ockholztage jedes⸗ Gewöhnlich wird zum Stockroden ein Tag im Frühjahre und einer im Herbſte beſtimmt. Die Gemeinde darf aber nur da Stöcke ausbrechen, wo es die Forſtbedienten als unſchädlich erlauben, und ſie iſt verbun⸗ den, die Stuckenlöcher gehörig wieder zu ebnen. In Vetreff des Leſeholzes findet ſä gendes
Inſtrument bey der Einſammlung mit in den Wald genommen wer⸗ E 2 den


