29o9 Von Keuſchheit vnd Hurerey
len ſie hinwider gewarnet vnd abgehalten ſein von dẽ ſchandtlichen Laſter der Hurerey/ dardurch ein Menſch veronreiniget wird/ Matth. 5. ſuͤndige an ſei⸗ nem eygnen Leib vnd ſchaͤndet denſelben/ raubet das/ was Chriſtus tewr er. kaufft/ macht die Glieder Chriſti zu Hurenglteder/ wird mit der ſchandtli⸗ chen Huren ein Leib/ vnd vervnreiniget den H. Geyſt ſeinen Tepel /1. Cor. 6.
Er bringt ſich vmb ſein eygne Ehr/ darfuͤr Salomon warnet/ Prov. z. Nahe dich nicht zur Huren/ daß du nicht frembden gebeſt deine Ehr/ zieh⸗ let er Kinder mit jhr/ ſo zeugen dieſelben die Tage ſeines lebens von ſeiner Boßheit/ Sap. 3. Vnd ſollen nach Gottes Verordnung zu keinen gemey⸗ nen Aemptern kommen/ Syrach. 24. Deut. 23. vnd ſeind alſo gantz vnſelige Leute. Es ſey dann daß Gott einen oder den andert nach ſeiner grundloſen Barmhertzigkeit ſonderlich herfuͤr ziehe vnd mit Gaben ziere/ daß ſie durch⸗
reiſſen vnd etwas vornehmes werden/ wie das Exempel Jephtæ außweiſet/
Ind. 11. Hebr. 11. b Ach was bringt ſich mancher vmb Haab vnnd Gut durch Gemeyn⸗ ſchafft mit den Huren/ wie der verlohrne Sohn das ſeine mit den Huren
hat verſchlungen/ vnd hernach in der Tewrung mit den Sewen die Treber
eſſen muſte/ Luc. 1z. Dann wer mit Huren ſich nehret/ der kompt vmb das ſeine/ ein Hur bringt einen vmbs Brod/ Prov. 6. Auch bringt einer durch Hurerey ſich vmb ſeine Geſundheit vnd feine Leibs Geſtalt/ daß er ein Heß⸗ lich Frantzoͤſiſch Angeſicht bekompt/ die ſich an Huren hengen/ ſpricht Syr. 19. kriegen Motten vnd Wuͤrm zu lohn/ andern zum mercklichen Exempel/
er bekompt die Frantzoſen/ ſagt D. Luther am rand/ Leuſe vnd andere Bett⸗
lers Kranckheit.
Zu dem iſt Hurerey ein ſolches Laſter/ daß weltliche Obrigkeit nicht gedulden/ ſondern ſtraffen ſoll. Dann Gott ernſtlich verbotten das kein Hur
vnter den Toͤchtern Iſrael ſein/ vnd kein Hurer vnter den Soͤhnen Iſrael/
Deut. 23. Als die Thamar auß Hurerey Schwanger worden/ ſprach jhr
Juda bald das Vertheil: Bringt ſie herfuͤr/ daß ſie verbrand werde/ Gen. 38.
Wann aber weltliche Obrigkeit ſchlaͤfft/ vnnd Huren vnnd Buben durch die Finger ſiehet/ weil ſie etwan ſelbſt mit ſolchem Laſter befleckt/ ſo pfle⸗ get Gott die Hurer/ ja Land vnnd Leur zu ſtraffen. Sichem/ weil er die Di⸗
nam Jacobs Tochter zu Fall bracht/ wird von Simeon vnnd Levi ermor⸗
det/ Gen. 8. V
Simri wird mit ſeiner Midianitiſchen Huren im Hurenwinckel von
Pinehas mit einem Spies durch den Bauch durchſtochen/ vnnd ſkaff⸗ 1 Gott
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