Druckschrift 
Zwe und dreyssig Hochzeitpredigen über Außerlesene Sprüch der Schrifft, Alten und Newn Testaments, bey Fürstlichen, Gräfflichen, Adelichen und anderer vornehmer und Ehrlicher Leute Hochzeitlichen Ehrentagen am SCasslischen und Marpugischen Fürstlichen Höfen, so dann auch bey der Universitet zu Marpug und Giessen gehalten und auff vielfaltiges begeren in Druck gegeben Durch / Johannem Winckelmannumg, der H. Schriff Doctorem und in der Universitet zu Giessen Professorem , Pfarheren daselbsten und des Oberfürstenthumbs Hessen Darmbstatischen theyls Superintendenten
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Sechſte Hochtzeir Predigt. 51

18. Vnd ſie ſprach: Trinck mein Her:/ Vund ei⸗ lend ließ ſie den Krug hernieder auff ihre Hand/ vnnd gab ihm zutrincken.

19. Vnnd da ſie jhm zu trincken gegeben hatte/ ſprach ſie:

20. Ich wil deinen Camelen auch ſchepffen/ biß ſie alle getruncken/ vnd eilet/ vnd goß den Krug auß in die Traͤncke/ vnd lieff aber zum Brunn zuſchepffen/ vnd ſchepffete allen ſeinen Camelen.

21. Der Mann aber wundert ſich jhr/ vnd ſchweig ſtille/ biß er erkennete/ ob der Herꝛ zu ſeiner Reiſe gna⸗ degegeben hette/ oder nicht.

22. Da nun die Camel alle getruncken hatten/ nam er einen guͤlden Spangen eines halben Seckels ſchwer/ vnnd zween Armringe an jhre Haͤnde/ zehen Seckel Goldes ſchwer.

23. Vnd ſprach: Meine Tochter/ Wen gehoͤreſtu an? das ſage mir doch.

24. Haben wir auch Raum indeines Vatters Hauſe zu herbergen? Sie ſprach zu jhm: Ich bin Be⸗ thuels Tochter/ deß Sohns Milca/ den ſie dem Na⸗ hor geborn hat.

25. Vnnd ſagt weiter zu jhm: Es iſt auch viel Stroh vnnd Futter bey vns/ vnnd Raums genug zu

herbergen. G ij 26, Da

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