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Zwe und dreyssig Hochzeitpredigen über Außerlesene Sprüch der Schrifft, Alten und Newn Testaments, bey Fürstlichen, Gräfflichen, Adelichen und anderer vornehmer und Ehrlicher Leute Hochzeitlichen Ehrentagen am SCasslischen und Marpugischen Fürstlichen Höfen, so dann auch bey der Universitet zu Marpug und Giessen gehalten und auff vielfaltiges begeren in Druck gegeben Durch / Johannem Winckelmannumg, der H. Schriff Doctorem und in der Universitet zu Giessen Professorem , Pfarheren daselbsten und des Oberfürstenthumbs Hessen Darmbstatischen theyls Superintendenten
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6 Vorꝛede. lich ſein/ vnd dergleichen mehr/ vnter deſſen aber le⸗ ben die Clerici vnd Neßdiener in Luſtſeuche/ in vn⸗ zimblicher Brunſt/ Hurerey/ trachten andern Leuten

nach jhren Weibern/ Toͤchtern/ Maͤgden/ anderer

Sodomitiſcher Suͤnden zu geſchweigen.

Alſo treibt er die Leute zur Hurerey vnd Ehe⸗ bruch/ GOTtes Ordnung zu wider, zerſtoͤret den Hauß⸗Frieden zwiſchen Ehe⸗Leuten/ verꝛeytzt durch Alte Vetteln die Kinder zum Vngehorſamb gegen die Eltern/ daß ſie ſich hinder jhnen her verloben bey Teuffel holen/ dahero die Eltern betruͤbt/ der Kinder Gewiſſen verwuͤſtet werde/ daß ſie hernach in Creutz vnd Widerwertigkeit ſich nicht troͤſten koͤnnen/ vnd wann dann die Kinder/ da die Eheoffentlich vollnzo⸗ gen/ die nicht widerumb koͤnnen zu ruͤck kommen/ der Geſell kan das Weib nicht wider geben/ wie er es be⸗

kommen/ das Weib iſt vmb ſein Jungfraͤwliche Eh⸗

re/ ſo gehoͤrt gar ein ſtarcke Panitentz darzu vnd in⸗ beuufit Gebet/ daß man das Gewiſſen zur Ruhe bringe. b An ſolchem Vnwveſen vnd Vnordnung/ hat der garſtige Feindt ſeinen Luſt vnd Frewde. Derowe⸗ gen iſt billich/ daß die Prediger vnd Diener Gottes den heiligen Eheſtandt auß Gottes Wort ruͤhmen/ vnd in ſeiner Wuͤrde vnd Glantz erhalten/ auch alles das

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