276 44. Route: Von Suderode über die Lauenburg, Georgshöhe nach Thale.
Von Suderode über Stecklenberg zur Lauenberg führt ein bequemer Waldweg vom Marktplatz aus neben Mohrs Hotel aufwärts. Stets am Waldrande hin gelangt man in 25 Min. nach
Stecklenberg(280 m), Dorf mit zirka 500 Einw. am Aus- gang des Wurmtals. Die geschützte Lage, waldreiche Um- gebung mit zahlreichen, gut unterhaltenen Fußwegen und Waldchausseen und die Nähe vieler schöner Punkte des Ge- birges rechtfertigen die stets zunehmende Beliebtheit dieser ruhigen, angenehmen Sommerfrische, welche 1907 schon zirka 900 Kurgäste zählte. Die Verhältnisse sind ungezwungene und die Preise mäßige.
In den Monaten Juni— August Omnibusverbindung mit Bahnhof Nein-
stedt.— Auskunft erteilt, Prospekt und Wohnungsverzeichnis versendet der Gemeindevorstand und Harzklub.
Gasthöfe. Hotel Zum grünen Walde(O. Grosse), mit hübschem Garten und großem Saal. Z. v. 1,25 Mk. an. P. v. 4 Mk. an. Wird gelobt.— Gast- haus Zum Waldfrieden, mit großem Garten, Tier- und Vogelhaus. Schüler- herberge. Z. 1,25 Mk.— Gebirgshotel, vor dem Orte. Herrliche Aussicht.— Hotel und Restaurant Zum Wurmtal, bescheiden.
Oberhalb des Ortes(25 Min.) befindet sich die Lauenburg.
Die Lauenburg(348 m) besteht nur noch aus einem festen Turm. In der Nähe der Ruine Sommerwirtschaft.
Die Aussicht vom Gasthause und noch mehr vom Turme aus ist vorzüglich. Die untere Lauenburg(341 m) wird selten besucht. Weiter unten die Ruine Stecklenburg (260 m).
Geschichtllchnes. Der Pfalzgraf Albert von Sommerschenburg soll zu Anfang des 12. Jahrhunderts die Lauenburg erbaut haben. 1125 kam Heinrich der Löwe in den Besitz der Burg, verlor sie aber
an die Regensteiner. 1697 kam die Burg in den Besitz Brandenburgs. In den letzten Jahren sind hier mit Erfolg größere Ausgrabungen, die noch nicht abgeschlossen wurden, unter dem Schutz der Kgl. Regierung
1180 an Kaiser Friedrich. Die Burg hatte nun nacheinander verschie- dene Besitzer und kam in die Hände der raublustigen Grafen v. Renge- stein. 1349 eroberte und zerstörte der Bischof von Halberstadt die Burg,
vorgenommen.
Von der Stecklenburg ist nur be- kannt, daß sie im 13.—15. Jahrhund. im Besitz des Geschlechts von Hoym war. Im Dreißigjährigen Kriege war sie ein Asyl der Harzer.
gab sie aber später wieder als Lehen
Von der Lauenburg zur Viktorsnöhe und Frledrichsbrunn, 1 ½ St. direkter Weg, durch Granitsteine und Blechschilder des Harzklubs gekennzeichnet.
Von der Lauenburg zur Georgshöhe(1 ¼ St.). Der Weg ist durch Granitwegweiser kenntlich. Von der oberen Lauen- burg links den Berg hinab über den Wurmbach. Jenseits 30 Schritte bergauf in den Fahrweg(Wegweiser). Im Fahrwege links 20 Min. bergauf. Am Ende des Steinbruches, dicht vor


