38 1. Eintrittsroute: Berlin— Potsdam— Magdeburg— Halberstadt.
Droschken. Touren in der Stadt: 1—2 Pers. bis 800 m 60 Pf., für je fernere 400 m 10 Pf., 3—-4 Pers. bis 600 m 60 Pf., für je fernere 300 m 10 Pf. Straßenbahnen verbinden die verschiedenen Teile der Stadt.
Sonntagskarten nach dem Harz von Magdeburg aus:
Bad Harzburg(zurück auch ab Oker gültig) Mk. 6,70, 4,30. Ballenstedt(über Güsten) Mk. 4,90— 3,20, Ballenstedt(über Halberstadt— Quedlinburg oder Güsten) Mk. 6, 3,90. Blankenburg a. H. Mk. 5, 3,30. Goslar 6,90, 4,50. Ilsenburg Mk. 6, 3,80. Thale oder Gernrode(über Halberstadt) Mk. 5,70, 3,60. Wernige- rode Mk. 5,20, 3,50.
Magdeburg an der Elbe, Hauptstadt der Provinz Sachsen, ist eine der bedeutendsten Handels- und Industriestädte Deutschlands. Zuckerfabriken, Maschinenfabriken, Eisen gießereien, Wollenwaren-, Zichorien- und Schokoladefabriken. Zwei städtische Häfen. 285 000 Einwohner einschl. 7500 Mann Garnison. Generalkommando des 4. Armeekorps. Harzklub. Verkehrsverein.
Magdeburg, schon 805 Handels- 1631 und das darauffolgende Blut- platz, wurde im Jahre 968 unter bad. Bis auf 139 Häuser wurde die Otto dem Großen Erzbistum; 1524 Stadt eingeäschert: der Getöteten fand der im Erwachen begriffene sollen 20 000 gewesen sein. Ein
protestantische Geist in Magdeburg, welches sich in diesem Jahre der neuen Lehre zuwandte, eine seiner festesten Stützen. 1550 wurde die Stadt 13 Monat durch Moritz von Sachsen, 1629 7 Monat lang durch Wallenstein belagert. Bekannt ist die Eroberung durch Till" am 10. Mai
Haus am Breiteneg(Nr. 146) trägt die Inschrift:„Gedenke des 10. Mai 1631.“ 1680 kam M. an Kur- brandenburg. 1806 schmachvolle UÜbergabe der Festung an die Fran- zosen. 1807— 14 zum Königreich Westfalen gehörig. Das ehemalige Kloster Bergen ist 1812 zerstört.
Die lebhafteste Straße, der Breite Weg, durchschneidet in fast gerader Linie die Stadt von Norden nach Süden.
Der Dom, 1208— 1363 in frühgotischem Stil erbaut, liegt südlich von der älteren Stadt. Von den beiden Türmen ist der südliche unvollendet, es fehlt die steinerne Kreuzblume, welche 1540 vom Blitz herabgeworfen wurde. Im Innern das in Erz gegossene Grabmal des Eraebischofs Ernst von Peter Vischers, ferner das Grabmal des Kaisers Otto des Großen(† 973) und seiner Gemahlin Editha. Kaiser-Friedrich-Museum, Kaiserstraße, Gemälde, Skulpturen, Kunstgewerbe.— Museum für Natur- und Heimatbunde, Domplatz 5.
Vor dem Rathause am Alten Markte die vergoldete Reiter- statue Kaiser Otto I., ein Denkmal frühgotischer Skulptur(um 1300). In der Nähe das Bronzestandbild des Oberbürgermeisters Otto von Guericke. Andere Denkmäler für Kaiser Wilhelm I., Bismarck, Luther, Immermann, Friesen, Hasselbach, Krieger.
Spaaiergänge: Fürstenwall.— Friedrich-Wilhelms-Garten (Palmenhäuser).— Vogelsang(Rosen- und Dahlienkultur).— Glacisanlagen.— Luisengarten.— Rotehornpark.— Herrenkrug.


