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NEw Kreüterbuch in welchem nit allein die gantz histori das ist namen gestalt statt vnd zeit der wachsung natur krafft vnd würckung des meysten theyls der Kreüter so in Teütschen vnnd andern Landen wachsen mit dem besten vleiß beschriben sonder auch aller derselben wurtzel stengel bletter blumen samen frücht vnd in summa die gantze gestalt allso artlich vnd kunstlich abgebildet vnd contrafayt ist ... / Durch den hochgelerten Leonhart Fuchsen ...
Entstehung
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Von falſchen Narden. Cap. CCOXLIII.

5 Statt irer wachſung.

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Diſe ſtauden wachſen gern an ſteinigen oꝛten vnd ſo an der ſonnen gelegen ſeind. Moͤgen von dem ſamen auffgebꝛacht werden/ aber vil ehe ſo man zweig abꝛeißt/ vnd wider in den grund 55 b

eit. b

Im fruͤling werden diſe ſtauden widerumb gruͤn/ blüen im Bꝛachmonat vnd Hewmonat/ welcher zeit jhꝛe lieblichen wolriechenden blůmen ſollen ge ſamlet werden. b 83 Die natur vnd complexion.

Diſe ſtauden ſeind warm vnd trucken im andern grad/ vnnd einer ſubtilen ſubſtantz. 5 berafft vnd würckung.

D Spica Lauendel mit wein geſotten getruncken/ treiben den harn/

A

ſeind gůt allerley gebꝛeſten der nieren blaſen. Sie bꝛingen den frawen diſer geſtalt ein tag oder vier gebꝛaucht/ jre kranckheyt/ treiben auß das bürdlin. Erwermen den kalten magen/ vnd vertreiben dieblaͤſt dariñ. Legen die weeta gen der muͤtter/ erweychen die herte des miltzes/ nemen hinweg die verſtopf⸗ fung der leber/ heylen die geelſucht. Diſe kreüter eüſſerlich übergelegt/ vertrei

ben das hauptwee/ den ſchwindel/ dañ ſie ſtercken das ſchwach haupt ſeer.

Seind auch nützlich den lamen glidern/ vertreiben das zittern derſelbigen.

Von Kuchenſchell. LCap. COCXLIIII.

Namen. Vchenſchell würdt allſo genent/ darumb das ſeine blůmen den ſchellen oder Cimbaln gleich ſeind. Würdt von ettlichen Hacket kraut geheyſſen. Bey den Gꝛiechen iſt diß gewechß Anemone agrios/ vnd z Latein Anemone ſylueſtris genent woꝛden/ wie wir ſoͤlchs an eim andern oꝛt klaͤrlicher woͤllen anzeygen. Sonſt

Seſtalt. Kuchenſchell hat vil harige ſtengel/ anderhalb ſpannen lang vngenaͤrlich.

heyßt mans Herbam venti.

Seeinebletter ſind dem Fenchelkraut gleich/ oder dem Coꝛiander/ doch vil zaͤr

ter vnd hariger/ ligen gemeinlich außgebꝛeyt auff der erden. Am gipffel der ſten gel gewindt ſie jhꝛe ſchoͤne purpurbꝛaune blůmen/ die vergleichen ſich den ſchel⸗

len/ haben inwendig geele faͤßlin wie die roſen. Diſe bluůmen thůn ſich am mey⸗ ſten auff ſo der wind waͤet. So diſe blůmen abfallen/ ſo erſcheinet darnach ein grawer hariger runder kopff/ die har aber ſeind graw mit bꝛaun vermengt/ ge ſtalt wie die Sewbürſten. Die wurtzel iſt ſchwartz vnd zaſecht. Das gantʒ ge⸗ wechß iſt ſcharpff/ vnnd eins bꝛennenden geſchmacks auff der zungen/ wie der ſcharpff Hanenfuß vnd Aron. b

Statt ſeiner wachſung. Kuchenſchell wechßt gern auff den dürꝛen ſandigen bergen/ deßgleichen in

den waͤlden.

Seit. Die Kuchenſchell blüet ʒeitlich/ dann gar bald im Mertzen fahet ſie an

blüen. Werden darnach den gantzen ſummer blůmen daran gefunden/ dann ich ſie noch in Hewmonat vnd ſpaͤter mit ſchoͤnen ulcznen geſchen hab.

3 Die natur