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NEw Kreüterbuch in welchem nit allein die gantz histori das ist namen gestalt statt vnd zeit der wachsung natur krafft vnd würckung des meysten theyls der Kreüter so in Teütschen vnnd andern Landen wachsen mit dem besten vleiß beschriben sonder auch aller derselben wurtzel stengel bletter blumen samen frücht vnd in summa die gantze gestalt allso artlich vnd kunstlich abgebildet vnd contrafayt ist ... / Durch den hochgelerten Leonhart Fuchsen ...
Entstehung
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Von Welſch diſtel. Cap. CCCXIL.

Beſtalt.

Welſch diſtel hatt einen runden hohen fingers dicken bꝛaunen harigen ſten⸗ gel. Ire bletter ſeind groß/ bleychgruͤn/ auff der einen ſeiten gar aͤſchenfarb/ vnd wollecht/ beyden ſeiten zerſchnittẽ/ haben keinen ſcharpffen ſtechenden doꝛn. Am gipffel der ſtengel bꝛingt ſie ſchoͤne runde ygels koͤpff/ die blüen weiß/ doch mit wenig blaw vndermiſcht. Wañ ſie zeitigen ſo ligt grawer ſamen dariñ ver boꝛgen/ der vergleicht ſich faſt dem Habern/ allein das er oben auß ſeer harecht iſt. Die wurtzel iſt ſchwartz vnd holtzecht.

Statt ſeiner wachſung.

Diſe Diſtel/ wie voꝛmals auch iſt angezeygt woꝛden/ wechßt nit vonn jhꝛ ſelbs in vnſern landen/ ſonder muͤß in gaͤrten gepflantzt werden. wo ſie ein mal würt hin gepflantzt/ beſampt ſie ſich darnach alle jar ſelbs. Bekompt gern.

Diſe welſche Diſtel blüet im Hewmonat/ vnnd bꝛingt volgends im Augſt⸗ monat jren rauhen harigen ſamen.

C Krafft vnd würckung.

Wiewol wir noch kein beſondere erfarung von diſem ſchoͤnen gewechß ha ben/ doch nichts deſter weniger haben wirs laſſen cõtrafayten vmb ſeiner ſchoͤ⸗ ne willen/ darmit jm andere auch vleiſſig nachgedechten/ vnnd erfoꝛſchten wie es bey den alten geheyſſen were. Dieweil vnd aber die Walhen diſe diſtelkoͤpff

ſo ſie noch jung ſeind bey den huͤnern vnd anderm fleyſch kochen/ wie auch den Strobildoꝛn/ acht ich das ſie in der würckung natur auch nit weit von ein ander ſeind. Wer dieſelbigen begert wiſſen der ſuch ſie oben an ſeinem oꝛt.

Von He lenger ye lieber. ce. oooxtr. 2 Nanmen.

LE lenger ye lieber würt von den Gꝛiechen Chamæpitys genent/

08 E. pitys genent/

X zůͦ Latein Aiuga/ oder Abiga/ von etlichẽ Ibiga. Daher kompts

das es in den Apotecken Jua geheyſſen würdt. Vꝛſachen ſeiner

W namen haben wir in vnſerm Lateiniſchen kreüterbůch nach der

41 leng angezeygt. Es moͤchte aber diß gewechß wol niders Kin⸗

deñlin genent werden/ von dem Gꝛiechiſchen namen her/ dann es gantz vnnd

gar nider iſt/ kreucht ſchier auff der erden jnher/ vnd ſchmeckt wie hartz oder

Kindann. Seſchlecht.

B Wiewol dꝛey geſchlecht ſeind der nidern Kindennlin/ doch ſeind mir nur zwey auß diſen bekant/ nemlich das erſt/ ſo ich xe lenger ye lieber das weible ge⸗ nent hab/ vnd das mennle/ welches das dꝛitt geſchlecht iſt bey dem Dioſcoꝛide. Beyder vnderſcheyd kan man unde, velchsan jhꝛer geſtalt abnemen.

eſtalt. xe lenger ye lieber das weible iſt ein khlein kreütlin das kreucht auff der er⸗ den jnher/ vnd krümbt ſich etlicher maß. Seine blettlin ſind der kenaff Hauß⸗ wurtz mennle bletlin gleich/ aber harig/ vnd haben ein zaͤhe feüchtigkeyt in ſich.

Die bluͤmlin geel oder weiß. Die wurtzel ſchlecht/ holtzecht/ wie an der Weg⸗

warten. Das mennlin iſt auch ein kleins feins kreütlin/ mitt bꝛaunlechten

harigen

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