— 75 malczbluͤmen. LCap. CCCXXXVII. Namen.. oaChmaltzblům oder Goldtbluͤm würt von den Gꝛiechen vnd La ☚ teiniſchen Chꝛyſanthemum geheyſſen. Iſt alſo genennt woꝛden von ſeinen blůmen her/ die do goldtgeel ſeind/ glitzend/ vnd wañ ſie mit den fingern zerꝛiben werden/ laſſen ſie ein feyßte von jnen.
Geſtalt.
SZeit.
Diß kraut blüet im Meyen/ vnd gleiſſen daruon die wiſen/ vñ andere feüch⸗ te ſtett/ daran es gern/ wie angezeygt/ wechßt.
Die natir vnd complerin. Diß kraut iſt warm vnd trucken aller geſtalt wie das Rindßaug. Kerafft vnd würckung.
Die Goldtblům geſotten/ vnd nach dem bad/ dariñ einer ein gute weil ver⸗ harꝛet hatt/ getruncken/ heylt die geelſucht. Sie treibt auch den ſtein der blaſen. Die blůmen mit wachß vermengt/ ein pflaſter darauß gemacht vñ übergelegt/ verzeren vnd zerteylen allerley geſchwulſt.
Von Hberwurcz. Cap. CCCXXXIX. 4 Namen.—
Berwurtz hat on ʒweifel jhꝛen namen von dem Latein her über⸗ S kom̃en/ dann in ſoͤlcher ſpꝛaach würdt ſie Carduus ſuarius ge⸗ J heyſſen. Bey den Gꝛiechen vnd Roͤmern würdt ſie Chamæleon e vnnd Carduus varius genent. In den Apotecken nennt mans
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4 Cardopatium/ welcher namen von dem woͤꝛtlin Pancratium/ (dañ alſo heyßt diß gewechß der Apuleius)iſt her kom̃en/ wie wir ſoͤlchs in vn⸗ ſerm Lateiniſchen kreüterbuch/ mitſampt den vꝛſachen ſeiner namen/ gnuͤgſam haben angezeygt.
Geſchlecht.
B Der Eberwurtz ſeind zwey geſchlecht. Das erſt ligt auff dem grund/ dann
es keinen ſtengel hat/ recht daruon zu reden/ dañ den ſiyl darauff die ſtachelecht blům ſteet/ welcher nit fingers lang iſt/ mag kein ſtengel in einem ſoͤlchen groſſen gewechß genent werden. Würdt Chamæleon albus/ das iſt/ weiſſe Eberwurtʒ
geheyſſen. Das ander geſchlecht gewindt einen ſtengel der würt elenbogens
hoch/ würt Chamæleon niger/ das iſt/ ſchwartze Eberwurtz genent/ dann die b wurtzel ſchwertzer iſt weder an der erſten/ welcher wurtzel ettwas weiſſer iſt. Seind ſonſt einander faſt gleich.
AA 3 Geſtalt.


