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NEw Kreüterbuch in welchem nit allein die gantz histori das ist namen gestalt statt vnd zeit der wachsung natur krafft vnd würckung des meysten theyls der Kreüter so in Teütschen vnnd andern Landen wachsen mit dem besten vleiß beschriben sonder auch aller derselben wurtzel stengel bletter blumen samen frücht vnd in summa die gantze gestalt allso artlich vnd kunstlich abgebildet vnd contrafayt ist ... / Durch den hochgelerten Leonhart Fuchsen ...
Entstehung
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A .

Von Linſen. Cap. CCCXXXI.

D flieſſenden vmb ſich freſſenden ſchaͤden. In eſſig geſotten übergelegt/ ʒer⸗

teylen ſie die herten geſchwulſt/ vnd die kroͤpff. Linſen in mehꝛ oder ſaltzwaſſer geſotten vnd übergelegt/ zerteylen die knollende milch in den bꝛüſten/ vnd verze ren auch die überige milch dariñ. Die Linſen ſeind gůt allerley geſchwaͤren/ grinden rauden des leibs. Sie heylen auch die zerſchꝛundene glider/ in meth geſotten vnd übergeſchlagen. Die Linſen wol geſotten/ darnach zerſtoſſen vnd

übergelegt/ ſtellen das blut ſo den wunden vnd anderßwo herauß fleußt. In

der ſpeiß genoſſen/ ſind ſie allein gůt denen ſo überflüſſig feücht ſind: denen ader welcher natur ſeer trucken iſt/ ſeind ſie berdie maſſen ſchaͤdlich/ dann ſie ſeer

trücknen. Darumb dieweil ſie den meñlichen ſamen verzeren vnd außtilgen/ ne men ſie hinweg den luſt Eelichen wercken. Sollen aber von denen ſo keüſch

leben woͤllen mehꝛ dañ von den ſo im Eelichen ſtand ſeind gebꝛaucht werden.

Vom Eindenbaum. co. occxxxu.

Nlamen. Er Lindenbaum würt bey den Gꝛiechen Philyra genent. La⸗

harꝛet iſt.

Beſchlecht. Die allten alle vnderſcheyden den Lindenbaum in zweyerley geſchlecht/ nemlichen in das meñle vnnd weible. Das mennle hat ein hart falb knopffecht holtz/ ein dicke rinden/ die ſich/ ſo ſie abgeſchelet würdt/ nit biegen laßt/ iſt bas geſchmacker weder des weiblins. Bꝛingt auch weder blůmen noch frucht. Das weible iſt eins dicken ſtam̃ens/ vnd hat weiß holtz/ ſeine rind laßt ſich biegen/ dañ man macht wiegen darauß. Bꝛingt bluſt frucht. Das weib⸗ le iſt vns allein bekant/ darumb wir auch deſſelbigen geſtalt allein beſchꝛeiben

woͤllen.. Seſtalt. Lindenbaum das weible hatt einen dicken ſtam̃en/ der bꝛeytet ſich weit mit ſeinen aͤſten auß. Seine bletter ſeind dem Ephew laub nit vnaͤnlich/ aber wey⸗ cher/ obenauß mehꝛ zuͦgeſpitzt/ vnnd zu ringßvmbher wie ein ſaͤg zerkerſſt. Die blůmen/ weil ſie noch in jhꝛen ſecklin ſtecken/ ſeind gruͤn/ wann ſie herauß kom⸗ men bleychgeel. Darauß würt die frucht/ welche rund iſt/ wie die beer am Ep⸗ hew. Ve ſ frucht verſucht oder iſſet kein thier /ſo ſie doch die bletter nit ſcheü⸗

en vnd eſſen. b Statt irer wachſung.

Die Lindenboͤum wachſen gern im gebirg. Werden aber yetzund/ in ſonder

heyt das weible/ allenthalben vnder die thoꝛ/ ſonſt an andere oꝛt gepflantzt.

Das weible blüet im Bꝛachmonat. Die natur vnd complexion. Der Lindenbaum iſt warm/ zeücht ein wenig zůſamen/ vnd ſeubert. Krafft vnd würckung. Die bletter vom Lindenbaum dem weible/ grun mit eſſig zerſtoſſen vnnd übergelegt/ heylen die wunden. Der ſafft auß den blettern blůmen/ vertreibt

33 runtzel

tein Tilia/ welcher namen in den Apotecken biß auff diſen tag ver⸗