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Beim Thema„Geldverdienen“ befinden wir uns auf unsicherem Boden. Das Thema interessiert Jeden, aber niemand glaubt, daß ihm darüber etwas Neues erzählt werden könne. Ich weiß nicht, wie„mein Publikum“ diese Sammlung von fachmännischen Aeußerungen über den fraglichen Punkt aufnehmen wird, vielleicht gar nicht, vielleicht mit gemischten Gefühlen, wenn es beim Erscheinen dieser Briefe ein großes Geschrei geben sollte. Die zehn Antworten beweisen nichts, als daß der größte Teil derjenigen, die in relativ kurzer Zeit reich wurden, nur vom Glück begünstigt war, dem blinden„Dusel“ den Er- folg verdankt. Wer aber will dies beweisen— und wer das Gegenteil? Daß das Glück, der Zufall eine so große Rolle spielt, hat etwas ungemein Tröstliches. Die größte Dummheit ist es, zu sagen: ich habe ken Glück— denn wer bis heute kein Glück hatte, kann es morgen haben. Auch der durch langjährige Arbeit und Fleiß erzielte Erfolg ist Glück— der Unterschied liegt nur in der Bewertung durch die Mitwelt, und es steht jedem frei, diese Bewertung seinerseits so hoch oder so niedrig anzuschlagen, wie es ihm beliebt.
Das wenigstens haben wir aus diesen Millionärs- briefen gelernt.


