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Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können / von Immanuel Kant
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zugeben, in welchem Falle, wenn man ſeinem Vorſatze nur treu bleibt, nichts dawider einzuwenden iſt. Wenn man den Lauf der Dinge nimmt, wie er wirklich geht, nicht, wie er gehen ſollte, ſo giebt es zweyerley Urtheile, ein Urtheil, das vor der Unterſuchung vorhergeht, und dergleichen iſt in unſerm Falle dasſenige, wo der Le⸗ ſer aus ſeiner Metaphyſik uͤber die Critik der reinen Ver⸗ nunft(die allererſt die Moͤglichkeit derſelben unterſuchen ſoll) ein Urtheil faͤllet, und dann ein anderes Urtheil, wel⸗ ches auf die Unterſuchung folgt, wo der Leſer die Fol⸗ gerungen aus den critiſchen Unterſuchungen, die ziemlich ſtark wider ſeine ſonſt angenommene Metaphyſik verſtoßen duͤrften, eine Zeitlang bey Seite zu ſetzen vermag, und allererſt die Gruͤnde pruͤft, woraus jene Folgerungen ab⸗ geleitet ſeyn moͤgen. Waͤre das, was gemeine Metaphy⸗ ſik vortraͤgt, ausgemacht gewiß(etwa wie Geometrie), ſo wuͤrde die erſte Art zu urtheilen gelten; denn wenn die Folgerungen gewiſſer Grundſaͤtze ausgemachten Wahrhei⸗ ten widerſtreiten, ſo ſind jene Grundſaͤtze falſch, und ohne alle weitere Unterſuchung zu verwerfen. Verhaͤlt es ſich aber nicht ſo, daß Metaphyſik von unſtreitig gewiſſen (ſynthetiſchen) Saͤtzen einen Vorrath habe, und vielleicht gar ſo, daß ihrer eine Menge, die eben ſo ſcheinbar als die beſten unter ihnen, gleichwohl in ihren Folgerungen ſelbſt unter ſich ſtreitig ſeyn, uͤberall aber ganz und gar kein ſicheres Criterium der Wahrheit eigentlich⸗ metaphy⸗

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