Die neunzehende Frag. dor and auff andere Zeit Gottes Wort deſto fleiſſiger hoͤren. Dann ſokoͤnten al⸗ zu le Entheiligungen ihre Entſchuldigung haben/ und wenn ein Schneider/ iſte Schuſter und dergleichen ihr Handwerck getrieben auff den Sonntag/ or⸗ moͤchten ſie gleichfals ſagen/ ſie koͤnten und wolten ſonſten ſolches wieder zu einbringen/ und Gottes Wort auffeine andere Zeit hoͤren. Das ſind untuͤch⸗ tige/ unguͤltige Entſchuldigungen. Es bleibt bey dem Verbott auß dem —Concilio Aquiggranenſi zu Zeiten des Keyſers Ludovici I. 836. can. 17. part 2, So in den Kirchen⸗Satzungen der Ungariſchen Kirchen anno 1642 zu Wa⸗
radein außgegeben Can. LIX. und bey unſern Evangeliſchen Lehrern/ Bal- auin. 1.. c.13. Caſ. 8. p. 486, Dunr. q. 73. p. 253. D. Quenſted in einer Diſput. QIV. approbirt wird. ..z. Was die Kindtauffen anſaußet warden ſolche in ſo weit auff die 6 Sonntag zugelaſſen/ als keine weitlaͤufftige und dem Gottesdienſt hinder⸗ liche Mahlzeiten dabey vorgehen/ und damit ſolche moͤgen nachbleiben/ iſt 1an verſchiedenen Orten in Heſſen braͤuchlich/ nach der Tauff und letzten Pre⸗ rer⸗ digt ins Wirtshauß zu gehen/ bey einem Stuͤck Kuchen und ein halb Wein hren vor die Perſon zu trincken/ ohne ſondere Koſten und Weitlaͤufftigkeit. Wel⸗ Din⸗ ches/ wann es in der Stille geſchiehet/ kan etlicher Maſſen entſchuldiget wer⸗ den/ weil auff den Feyer⸗Tag keine ſolche uͤberfluͤſſige Speiſe bereitet/ dar⸗ durch der Heiligung des Sabbaths ein Abbruch geſchehe. ver. 3. Iſt es ein ſchwere Suͤnde/ wie D. Kesler c. Xl. in Caſ. Conſc von lche den Jahrmäaͤrckten redet/ den Tag der zum Gottesdienſt/ Gottes Wort zu zu⸗ hareizund in Chriſtlichen geiſtlichen Sachen zuuͤben/ zur Abſchaffung oder doch mercklicher Verhinderniß ſolcher geiſtlichen Ubungen/ zu verwenden/ undan ſelbigem Tag auff freſſen und ſauffen zu gedencken/ ſo leuchtet ſolche CSände auch hier hervor. Und demnach der Libertiner/ Antinomer und all⸗ ehen zu ſicherer Lehrer Meynung nicht zu billichen/ daß man in dergleichen Din⸗ ſe doͤrffte thun auff die Sonntag/ was man wolte. Gott wil ſeinen Sab⸗
ſt/ derhoͤrt etes.“ 6 nd 5. 4. Es pflegt wol auch von den Begraͤbniſſen gefragt zu werden/ enſt ob ſolche auff die Sonntag zulaͤſſig ſeyen? Weil bey den alten Roͤ⸗ die wern an hren Hegoniſche ofach en keriis, ſo dann bey den Juden ſolche erg nicht zugelaſſen. Allein die Toden begraben/ gehoͤret unter die Wercke der zeie Barmhertzigkeit/ welche ja freylich zugelaſſen auff die Sonntag. Doch hat delt man hier auch auf rühhesſtenndes der noͤtigſten Carechiſmus enLehr nichts abgehe/ und kein Mißbrauch gehe 4 4
Die
ath heilig gehalten haben. Das iſtſein Wort und Gebott/ wer auß Gott


