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Alte Hessische Glaubens-Lehr : In zwantzig Theologischen Gewissens-Fragen Vom Sontags-Feyer Nach Anleitung zweyer Fürstlichen Hessen-Darmstättischen Außschreiben und Edicten, Als eines, so ... Elisabetha Dorothea, Landgräfin zu Hessen .. Von besserer Feyer des Sontags, Anno 1687 den 1. Junii erneuert und publicirt, und alle Jahr auff den XVII. Sonntag nach Trinitatis von den Cantzeln abzulesen, gn. befohlen; Und des andern, welches ... Georg der II. Landgraff zu Hessen ... Von den also genanten garstigen Schabbaths-Mägden Anno 1639 ... außgeschrieben / Auffgesetzet von Kilian Rudrauffen ...
Entstehung
Seite
84
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84 Diefuͤnſfzehende Frag. dann Kmeſen/ Tande und Maͤrkte ind nicht eaubet auffden Gonn. x tag/ auch das ſpatzieren gehen oder fahren/ wann es entweder auß Uppig keit und ſaͤndlicher Luſt/ oder mit Verhinderniß des Gottesdienſtes/ oderr zu eiteler Beluſtigung in allerey unnuͤtzen/ ungeziemenden und der Heili gung gantz frembden Geſchwaͤtzen und Kurtzweilen/ oder anderen uͤbel lau⸗ kanden Umſtaͤnden geſchiehet/ iſt boͤß und aͤrgerlich/ und alſo gleichfalls ver, gel botten. Wann aber das ſpatzieren gehen und fahren ſo geſchiehet/ daß ein ſen allein vor ſich/ oder auch mit einem andern und wenigen mehr nach verrich Th tetem Gottesdienſt/ Leibs⸗ und Gemuͤhts⸗Kraͤfften zuerfriſchen/ außgehet/ gle Daſelsſe entweder bey ſich gute Gedancken und Andacht hat im Feld/ Gau H ten und ſonſten/ oder auch mit andern erbauliche und freundliche Reden und i Diſeurſen fuͤhret/ ſie ſeyen denn von geiſtlichen Materien/ oder dem/ 8 8 uns GOtt zeigt auff dem Felde/ oder ſonderlichen Anliegen und Noͤhten ti oder auch von des Gemeinen Weſens Zuſtand/ Wohlfaht und Betraͤng niß/ das iſt nirgends in der Chriſtenheit verbotten/ ſondern nach der Chriſt un lichen Freyheit allerdings erlaubet und zugelaſſen/ als eBec dabehſa der Chriſtlichen Freyheit und Erlöſung von dem Judiſchen Joch in den und Danckſagung zuerinnern/ und freudig zu gebrauchen. Nur mu

alles nach der Heiligkeit und Chriſtlicher Be ſcheidenheit temperirt u gemaͤſſiget ſeyn/ daß die Freyheit und Freudigkeit auſſer Suͤnden u Schande bleibe/ damit freylich der edle Schatz/ welcher ſelbigen Tag b fruchtbarem Gottesdienſt geſamlet/ nicht durch unnuͤtz Geſchwaͤtz/ Zech und andere Eitelkeit wieder verſchuͤttet/ und die Freyheit zum Deckel da

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Bohheit gebraucht werde. 1Pet. 1IIL. 1c.

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1 Dieie fuͤnffzehende Frag. Iſt das nicht zu hart und Juͤdiſcher Art/ daß man den Sonnabend Abends vorher zur folgende Sonntags⸗KFeyer ſchieke? So dann/ daß die E eeenoche han ener vne gt ihre Kinder examind “ ren auß der Predigt/ und wenn ſie nichts behalten*

auß der Predigt/ ſe nicht eſſen ſoltene

§4 1.