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Alte Hessische Glaubens-Lehr : In zwantzig Theologischen Gewissens-Fragen Vom Sontags-Feyer Nach Anleitung zweyer Fürstlichen Hessen-Darmstättischen Außschreiben und Edicten, Als eines, so ... Elisabetha Dorothea, Landgräfin zu Hessen .. Von besserer Feyer des Sontags, Anno 1687 den 1. Junii erneuert und publicirt, und alle Jahr auff den XVII. Sonntag nach Trinitatis von den Cantzeln abzulesen, gn. befohlen; Und des andern, welches ... Georg der II. Landgraff zu Hessen ... Von den also genanten garstigen Schabbaths-Mägden Anno 1639 ... außgeschrieben / Auffgesetzet von Kilian Rudrauffen ...
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auß der Kirchen⸗Ordnung von heimlicher Verloͤbniß und Huren⸗ Weſen nach der Predigt/ ſolte offentlich den Huren zum Abſcheu ab⸗ lcht geleſen werden. Solten nun Euer Hoch Fuͤrſtliche Durchl. auff dieſe Fuͤrſtl. loͤbliche Gedancken kommen/ zu welchen Deroſelben 1 hertzliebſi⸗ geweſener Ehegemahl/ hoͤchſtſeligſt⸗ und glorwuͤrdigſien Ge⸗ daͤchtniß bey offentlichem/ von dem damahligen Hof⸗Prediger abge⸗ legten Regierungs⸗Ruhm veranlaſſet worden/ daß Sie nach dem Erempel des groſſen Koͤnigs Alexanders zu bewuſtem Hof⸗Predigern geſagt: Ihr habr meinem Herm Vattern hochſ. Andenckens/ alles che Lob gegeben/ ſo daß ich hiernechſt vor mich nichts werde ſu⸗ eigen haben/(welches doch gar groß und hoch geweſen/ und in ge⸗

wiſſen Stuͤcken jenes uͤbertroffen) ſo glaube/ daß nur allein dieſe erzehl⸗

eei⸗ te Stuͤcke bey allen gottſeligen Hertzen und Dienern des Worts Got⸗

4, tes koͤnnen gnug ſeyn/ Ihr ein Fuͤrſtliches Lob und Zeugniß zu zueig⸗ nen/ und das gemeine auch in ſolchen geiſtlichen Gnaden anmerckliehes ſir Sprichwort zu beſtaͤttigen: Der Apffel faͤllt nicht weit vom Stamm. Der in GOtt ruhende von geiſtlichem Eifer/ Anſtalten und devotion unvergleichlich geweſene Fuͤrſt/ Euer Hoch Fuͤrſil. Durchl. Herr Vatter/ hoͤchſtſel. Andenckens/ iſi der Stammꝛ Cuer Hoch Fuͤrſtl. Durchl. der lobliche Fuͤrſtliche Apffel der ſich nun wieder in einen gantzen Fuͤrſtlichen Stamm verwandelt/ GOtt

1 gebe/ in ſolcher ſitigen Fortpflantzung und Verwandelung/ welche

ina. Himmel und Erde mit dergleichen Lob und ewigen Ruhm erfuͤlle! und Dieſes lege hiermit vor/ und zeige/ was ich weiß. Ich ruͤhme und prei⸗

hren ſe Deren gute Gedancken und Raht/ welche zu ſolchem Sabbathe⸗ FLdict chollfen won Anfang/ und auch ito bey vergangener Erneue⸗

tung. G Ott gedencke Derſelben in Gnaden und im Beſten Weſil

nte aber in dieſen letzten boͤſen Tagen auch unter andern Rotten/ Zwieſpal⸗

een und Dilpurationen/ ſchwuͤrige Sabbaths⸗Stuͤrmer ſich hie und da/ bey verſchiedenen Religionen finden/ welche mit den Soeintanern

und Libertinern dem Volck Pfuͤle unter die Arm legen/ azugraſ, 8 4 3 ger

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