5s Sechſter Articul
habt/ ſolt jhr ſprechin/ wir ſind vnnuͦtze Knechte. Alſo lehren auch die Vaͤtter: Dann Ambroſius ſpricht: Alſo iſts beſchloſſen bey Gott/ daß wer an Chriſtum glaubt/ Selig ſeyt/ vnnduicht durch Wercke/ ſondern allein durch den Glauben/ ohne Verdienſt/ vergebung der Suͤnden habe. as ac, Erers Hie werden die gute Werck geruͤhmet als warhaffte Fruͤchten vnd Zeugen deß Glaubens: Vnnd darbey angezeygt/ daß es noht⸗ wendig ſeye/ vnd wir muͤſſen gute Werck thun/ als von Gott ſelbſt
gebotten; Gleichwol aber ſo beſtehe die Seligkeit nicht darinnen/ ſon⸗ dern wir ſeyen Selig ohne Werck/ allein durch den Glauben.
Calviniſche Gegenlehr.
Auß Gnadé 1. Grynæus, die Zuͤricher/ Beza vnd Piſcaror ſagen/ Gott ſeyt /brselig mache vns Selig durch die Widergeburt vnnd die Ernewerung im Worden. H. Geyſte. Piſcaror, M. Goclenius vnd etliche andere Calviniſche Epbeſr. Lehrer laſſen jhnen belieben dieſe Art zureden. Die gute Wercke ſind Tu. 3 eine vrſache/ ohne welche man nicht kan Seljg werden: Seyen der Weg vnd die Straß dardurch man zur Seligkeit komme: Vnnd ſeye recht geredt/ daß wir ohne gute Werck nicht Selig werden. Be⸗ ſihe Bezam in quæſtionibus& reſponſionibus: Zanchium in miſcellaneis, f.9 ⁷. Piſcatorem lib. 2. de juſtificatione, c. 3. p. 8ʒ·.in ſeiner newen teutſchen Bibel/ ad cap.6. Roman.in declarat. v. 18. 21. 23. Noch mehr ſchreibt Piſcator in Analyſi ad cap. I. ad Eph. v. 4. Vnſere heiligung/ ſpricht er/ dardurch wir heilig leben, iſt eine handlung Gottes/ dardurch er vns vnder andern zur Selig- Keir bringt/ vñ hat derwegen die Art einer vürcklichen Urſach. „S. Paulus ſpricht: Ohne Werck/ auß Gnaden/ nicht durch ver⸗ „ dienſt/ nicht durch Wercke/ ꝛec. Rom. 3. 4.11. Gal. 2. 3. Ephef. 2. Tit. z. Xc. 1 1 2, Das
eine wiͤt alle


