42 Dritter Articul von Chriſto.
Chriſti H. Menſchheit gegeben/ woͤllen aber nicht geſtehen/ daß ſie
vnendlich ſeye. Alſo ſchreibet Danæus contra Chemnirium, p. 361. Wir geben das willig vñ gerne nach/ ſpricht er/ was die Schrifft ſagt Chriſio geſchenckt ſein/ daß ſolches inanſehung oder von wegen
der Menſchheit Chriſti/ oder nach der Menſchlichen Natur ver⸗
ſtanden werden ſoͤlle.
„ Aſſolautet die alte Chriſtliche von allen rechtſchaffenen reinen „Lehrern der Kirchen/ wider die Arianer/ Eunomianer/ vnnd andere
„verlaͤugner der waren ewigen Gottheit deß HeE Rm Chriſti/ ohn⸗
ſtreitig angenommene vnd gebrauchte Regul: Alles was Chri⸗
ſto in der fuͤlle der zeit iſt gegeben oder geſchenckt wor⸗ „den/ das mußt von Chriſto nicht nach ſeiner vn⸗
„wandelbaren Gottheit/ ſondern nach ſeiner waren „Meanſchheit verſtanden werden. Beſihe Athanaſium de „ humana natura ſuſcepta, p. 466. 471. Cyrillum in johannem * lib. 4. c. 14. 23. 24. Auguſtinum de verbis Domini ſecundùm „Johannem, ſerm. 8. Ineditione Pariſienſi eſt ſermo 8. in ap- „ Pendice. Chryſoſt. homil 3. ad Hebr. Damaſcenum lib. 3. de „ Orthod. fidc, cap. 15. 17.19. lib. 4. c. z. Theophylact. in 28. e. „Matthæi,&c. er vü
Vnd iſt er 24. Daß Chriſtus in den Himmelauffgefahren/ auff daß auMefabré er ſitze zur rechten deß Vatters/ ſagt die Augſpurgiſche Confeſſion/
in den fim-
mel.
vnd geſtehet es ohnius, vnnd andere/ aber 2winglius vnnd ſein hauff ſetzen die Himmelfahrt Chriſti entgegen ſeiner warhafften ge⸗ genwertigkeit im H. Abendmal: Sagendt/ Chriſtus werd im Him⸗ mel behalten/ Capi cœlo) da 1 er in ſeiner ſtreittenden Kirchen auff Erden nicht ſey. Dahin ſie dann S. Petri Wort mit den Haren gewaltiglich ziehen/ Act 3. verſ.⁊1. 8 g, sεν⁶ννdεεαεe, welche ſie alſo verkeren/ als muſſe Chriſtus im. Him̃el gleichſam eingeſpannen ſein/ daß er auff Erden nicht ſein koͤnne /biß an den Juͤngſten Tag. Dar⸗ umb hat auch Piſcator in ſeiner newen Teutſchen Bibel P Lu- thers


