Teil eines Werkes 
Erster Theyl (1613)
Entstehung
Seite
329
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dem .

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alten Todi nicht Mer. deter nem

Erſter Theyl. 329 vns erſilich ſelbſten anklagen/ vnnd dann aller erſt von andern vr⸗ theilen/ wie Syrach vermahnet Cap. 8. Ante judicium explo- ra te ipſum,& in tempore inquiſitionis veniam conſequeris IV. Vns vor Sicherheit huͤtten/ nicht in den Tag hienein leben/ nicht thun als wann der Todt geſtorben were/ die Buß von Tag zu Tag nicht auff ſchieben/ in Betrachtung/ daß vns der Tod hin⸗ weg nehme/ wir ſeyen bereit oder vnbereit: Ideo latet ultimus di- es, ut obſerventur omnes dies ſpricht Auguſtinus. Darumb jſt vns der letzte Sterbtag vnd das juͤngſte Gericht verborgen/ auff dz man allẽ Tag in gutter Bereitſchafft ſtehe. V. Inſonderheitaber wañ wir ſehen/ dz Gott from̃e Leut bald hinweg nimpt/ ſolle wir vns die Rechnung machen/ die Rey werde es vns auch bringe. Siehe/ die es nicht verſchuldet hatten den Kelch zutrincken/ muſten ihn trincken/ vnnd du ſolteſt vngeſtraffet blei⸗ ben? Du ſolt nicht vngeſtraffet bleiben ſondern du muſt auchtrincken/ ſeehet geſchrieben Jerem. 49Vnnd gils bey den Froſñen das Spruͤchlein Auguſtini SiT ſano putan- da non eſt, quam bona vita præceſſit, lib. 1. de Civitat. Dei, c. 11. der kan vor keinen boͤſen Todt geachtet werden/ vor welchem ein gut Leben hergangẽ iſt. Vnd abermals: Non poteſt malè mo- ri, qui benè vixit: Et vix benè moritur, qui malsè vixit, das iſt/ der kan nit vbel ſterben/ welcher wolgelebet hat/ vnd der/ welcher vbel gelebet hat/ kan kaum wol ſterben. VI. Demnach/ wann wir je vrtheilen woͤllen/ ſo muͤſſen wir einen Vnderſchiedt haldten vnder dem ploͤtzlichẽ Abgang der Menſchen. Dañ dieſelbige ſeynd dreyer⸗ nrflichſchdNuchloſe Gotavergeſſen loſe Bubẽ/ an welchẽ Hopffen vnnd Malt verlohren/ vnnd die in Vnbusfertigkeit mut⸗ williglich verharꝛen. Darnach ſeyndt wol Fromme vnnd Ehrliche Leut/ welche aber etwa Schwachheit vnd beſondere Gebrechen au ſich haben. Zum dritten/ ſeynd rechte fromme Leut/ welche offene

Tt 3 Zeug⸗