Teil eines Werkes 
Erster Theyl (1613)
Entstehung
Seite
315
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Chumi.

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Erſter Theyl. 215 nan ſonderlichen Fluch vnnd Zornzeichen G.OT Tes geachtet/ wann einer iſt vnbegraben blieben/ wie zu dem vngehorſamen Pro⸗ pheten geſagt wirdt/ dein Leichnam ſoll nicht in deiner Vaͤtter Grab komen/h. Reg.)3. vnnd Jcremiæ Cap. 16. trauwet Gott den Iſraeliten/ ſie ſoͤllen weder beklaget noch begra⸗ ben werden. Von Koͤnig Jojakim leſſet er außruffen/ er ſoͤlle ein Eſels Begraͤbnis habẽ/ Jerem. 22. Die zu Athen/ haben/ wie lian. ſchreibt ein ſolch Geſetz gemacht/ Si quis in inhuma- tum hominis cadaver incidit, omninò id terra obruet, wer eines verſtorbenen Leichnam antriffet/ der ſoll hn mit Erden be⸗ ſcharꝛen. Doch ſchreibet Agathias/ daß dermal ems etliche Wan⸗ dersleut einen vnbegrabenen Leichnam im Feldt liegendt funden/ vnnd denſelben in der Eyl begraben haben. In derſelben Nacht aber iſt zu jhnen durch ein Geſicht geſaget worden: Die Erde koͤnte odeꝛ woͤlte dieſes Mannes Aaß nicht leiden/ weil er ein Blutſchen⸗

der geweſt/ vnd mit ſeiner eigenen Mutter zugehalten hette/ Baldt

darauff haben ſie deß Morgens den Leichnam im Feldt widerumb bloß liegendt gefunden/ als wann jhn die Erde außgeſpeyet hette. Von den jenigen/ welche ſich ſelbſt entleiben/ haben auch die Athe⸗ nienſer ein Geſetz gemacht: Qui ſibi manum admoverit, inſe- pultus jaceat. Wer ſich ſelbſten vmbringet/ der ſoll vnbegraben liegen bleiben. Da liegt aber nicht an/ es werde einer begraben wo er woͤlle Dann die Erde iſtdeß HeRan vnnd alles was

darinnen/ Pſalm.14. Hiob. 47. wie ſich hiermit die heilige

Martyrer vnd Blutzeugen Gottes jehands getroͤſtet haben Esiſt

auch darumb ein frommer Chriſt nicht verdampt/ wann vmb er⸗ kantniß der him̃lſchen Warheit willen vnbegraben/ hingeworffen wirdt/ wie Auguſtinus weitlaufftig erweiſet lib x. de civitat. Dei, cap..13. dann da heiſt es wie der Poet ſaget: Cœlo tegitur, qui non habet urnam: Wer inkeinen Todtenſarck geleget wirdt/

der