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XI.
d 1643 Gießiſcher Leichpredigten
lich wandeln wir vor dem Hẽ RR im Lande der Le⸗ ale bendigen/ Pſalm.))6. Alhie leben wir wie in einer Collation 30. oder Zech. Wañ man ſich ein Stund oder edliche in fide ſincera 3 & charitate vera erfroͤlichet hatt/ ſo zeucht man wider von ein⸗ aben ander/ vnnd thut offt das ſcheyden/ beſonders vnder nechſt⸗ange⸗ ſeyt wandten/ die ferrne von einander ſein/ hertzlich wehe. Kommen noer auch woliin dieſem leben nicht wider zuſammen. Bißweilen gehet mit es auch nach dem Sprichwort:poſt tres ſepe dies vileſcit piſcis & hoſpes: Vber dreyer Tagen zeit/ iſt man der Gaͤſt gern queit. ge Aber im Ewigen Leben/ werden kein propemptica geſchrieben in werden/ keiner wirdt dem andern das valete vnnd die gute Nacht wit geben; ſondern wir werden beynander ſein vnnd bleiben zu ewigen vn Tagen: Da wirdt recht erfuͤllet werden/ was Chriſtus ſeiner lie⸗ t ben Chriſtenheit mit Hand vnnd Mundt zugeſaget hatt: Ich bin 3 dein vnnd du biſt mein/ vnd wo ich bleib da ſolt du ſein/ vns ſoll der Feind nicht ſcheyden. Die Gerechten erben das Land /vj 1 bleibẽ ewiglich dariſen/ pricht Koͤnig David/ Pſ 7. ſal bo, 6 44 1„ e Gegen vnruh aber vnſers Lebens/ haben wir vns eben deſſen zu 19 troͤſten/ daß es ſo kurtz iſt. Dann nimpt vns der fronie Gott ſo baid nu hinweg/ ſo komen wir bald auß d vnruhe/ wir kom̃en wie Auguſtin. G ſchreibet/ ex labore in reꝗuiẽ ex ſide in ſpẽ, ex peregrinatio- h 4 — neinmanſioneé, auß der Vnruh/ in die Ruhe/ auß dem Leyd in ie ☚. AFrewdt/ auß der Gefaͤhrlichkeit in die Herꝛlichkeit/ auß dem fidere I ins videere, auß dem Glauben ins Schauwen/ auß der Fremdde ſii Herherge ins rechte Vatterlandt/ darin wir ein bleibende Staͤtee nic G haben; all vnſer Jammer vnd Elendt kompt zum einem ſeligen ve Endt. Darumb/ O Tod wie wol thuſtu dem armen vnd ri duͤrfftigen/ der da Schwach vnnd Altt iſt/ der in aleem 9 Sorgen ſiecket/ vnd nichts beſſers zu hoffen noch zu-⸗ be
gewarten hat/ Syrach. Kap. 4). der Todtiſt beſſer ae⸗ 5 aals


