Teil eines Werkes 
Erster Theyl (1613)
Entstehung
Seite
240
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240 Gießiſcher Leichpredigten

ſen in der helffte ſeiner Tagen/ Pſaloz. vnd bezeuget Paulus/ daß er in Aſia wunderbarlich vor dem Todt ſey erhalten worden/ 2. Cor. 1. vnd zu was Ende hat Gott anders die Artzeney geſchaffen/ als daß der Menſch bey ſeiner gewuͤndtſchten Geſundtheit erhalten wuͤrde/ Eccleſ. 33. Soiiſt es auch das einmahl wahr/ daß etliche Leut jhnen ſelbſt jhr Leben verkuͤrtzen: Dann wer ſich in Gefahr gibt/ der kompt darinnen vmb/ Eccleſiaſt 3.

Derowegen muß man von dieſem vorgeſetzten Lebenszʒiel nit abſoluteè vnnd bloß dahin vrtheilen/ ſondern alſo ſchlieſſen: Wer fromb iſt/ dem gibt Gott ein langwirig Leben: Wer aber ein boͤſer Bub iſt/ der bringt ſein Leben kaum vber die helfft/ wie Gott getre⸗ wet hat/ Pſal.4. Levit. 20. Prov. 10. Hettẽ die Leut vor der Suͤnd⸗ flut den Geiſt Gottes/ wie auch die zu Sodomay/ſich ſtraffen laſſen/ ſo hettẽ ſie zweiffels ohn ein lang Lebensfriſt gehabt. Ger Onan/ Judæ Soͤhn/ warẽ Neguaͤme vor Gott/ Geneſ. 18. Item die beyde Soͤhn Eli/ beneben dem Edlen fruͤchtichen Abſolon/ vnd deßwegen muſten ſie dem Wuͤrger eine harte Stirnsknippe außhalten.

Gleichwol geſchicht es je vnterweilen/ daß auch die Frommen mitten in der beſten Flor vnnd Blut jhres alters hingeriſſen werden: Aber ihr Todt gereichet jhnen nicht zum Fluch/ wie den Gottloſen/ ſondern zum guten: Gott raffet ſie nur hinweg vor dem Vngluͤck/ daß es jhnen mit mit den Belials Kindern vber den Kopff gehe/ Eſa. S6. Verbirget ſie heimlich in ſeinem Gezelt vor jedermans Trotz/ Pſalm.7. Vnd behuͤtet ſie/ daß die vbermachte Boßheit d Welt⸗ ratzen vnnd Geltkatzen jhren Verſtand nicht verꝛuͤcke/ Sapient. 4. Welchen der fromme Gott alſo abfordert: Owie trefflich wol iſt dẽ geſchehen: der zeitlich Todt/ iſt hm kein Todt/ ſondern ein ſanffter ſuͤſſer Schlaaff/ er verſchwelcket wie ein ſchoͤnes Naͤgelbluͤmlein/ ligt in der Erden in der Ruhe/ wie ein feines geſundes Kindlein/ das auff ſeiner Mutter Schoͤßlein raſtet/ ligt vnd lachet im Schlaaff mitten vnter den heiligen Engelein GOTTEG/ ſintemaler in ſeinem Leben gehoͤret hat die Freundholte Wort/ welche jhm ſein hochver⸗

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dientet lich ich uiſ vnsalle vnndle daß wi ſungſa in Ewi

an vr Trin allhie die let Leicht daßer ſaunen tes.

Frang ſe We die he derro⸗ faͤrbet