Teil eines Werkes 
Erster Theyl (1613)
Entstehung
Seite
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117 40o0 EGiileßiſcher Leichpredigten be vnd das Vertrawen auff den lebendigen G Ott/ das durch reich werdeſt in G Ott/ vnnd weiſſe Kleider/ daß du dich anthueſi/ vnnd nicht offenbahr werde die Schande deiner Bloͤſſe/ das iſt der Rock vnd Kleid deß aller heyligſten Gehorſams Jeſu Chriſti/ vnnd ſalbe deine Augen mit Augenſalbe/ daß du ſehen moͤgeſt/ dz iſt Gott recht

erkenneſt. Das ſol vnſere hoͤchſte vnd vornembſte Bemuͤhung ſeyn.

Vnd ſo viel vom erſten Theil.

Der ander Theyl.

K He dann David zum Gebet ſchreitet/ ſo be⸗ zeuget er zuvor ſein Vertrawen zu G Ott/ damit das Ge⸗

bet auß einem ſolchen Vertrawen herflieſſe. Dann dieweil er betrachtet hatte die Fluͤchtigkeit/ nichtigkeit Eitelkeit dieſes Le⸗ bens/ welche andere viel achteten/ ſondern lebeten ſicher/ ſambleten vnnd ſcharꝛeten/ ſo gedenckt er hergegen nach einem beſtendigen Troſt gegen dieſes ſein Elend vnnd ſyricht: Nun HERRwes ſolich mich troͤſten? Ich hoffe auch dich. Er nunc Domi⸗ ne quid expecto: ſpes mea in te eſt. Das iſt/ was ſol ich nun/

OHeRR/ zu gewarten haben/ mein Hoffnung ſtehet zu dir? die ſiebentzig Interpretes habens in dieſem Verſtandt gegeben: Et

nunc quæ expectatio mea? Et nunquid Dominus?& ſub- ſtantia(¶Sœνemea apud te eſt? Es wil David ſo viel ſagen:

Nach dem es nichtig vnnd eitel Ding vmb diß Leben iſt/ vnnd wir

hie kein bleibens haben/ welches viele Leute gar nicht achten/ ſondern lebẽ frey ſicher dahin /freſſen/ ſauffen ſamblen vnd ſcharꝛen habẽ darin gleich jhr hoͤchſtes Gut/ was ſol ich aber nach dieſem Leben zu gewarten haben? Was ſolich mich gegen die Nichtigkeit/ Vergen⸗ ligkeit vnnd Eielkeit dieſes Lebens zu getroͤſten haben? Darauff antwortet er: Alle mein Hoffnung/ Troſt vnnd Zuflucht ſtehet Herꝛ zu dir/ bey dir hab ich mein Bleibens/ du biſt mein hoͤchſtes Gut/ daß mir niemand raubẽ wird. Darauff begibt er ſidinſoſch

r⸗

loſend fromn

kleinm

Geſpo diß vol vnndn Syott

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