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von Zuccalmaglio's-Renette.
Reifezeit: November bis März.
Name und Heimat: Eine der besten deutschen Züchtungen von Diedrich Uhlhorn jun. in Greven- broich im Rheinland; sie ist— 1878— aus der Befruchtung der Ananas-Rtte. mit dem Purpurroten Agat- apfel hervorgegangen und nach Justizrat von Zuccalmaglio benannt.
Literatur: Pomologische Monatshefte, Jahrgang 1901, S. 194; Engelbrecht, Deutschlands Apfel- sorten, S. 589; Deutsche Obstbauzeitung, Jahrgang 1911, S. 1— 8.
Gestalt. Mittelgroß, ebenso hoch wie breit, etwa 60— 70 mm oder kleiner. Die auf der farbigen Abbildung wiedergegebenen Früchte haben etwas mehr als Durchschnittsgröße. Die Früchte sind unten platt, nach dem Kelch zu verjüngt und auch oben abgeplattet, in Form, Größe und Schale stark an ihre
Muttersorte, Ananas-Rtte., erinnernd.
Kelch: Halb offen, mit kurzen, grünwolligen Kelchblättchen, in einer flachen und weiten Kelch- höhle von Fältchen und schwachen Rippen umgrenzt.
Stiel- Meist kurz, zuweilen auch lang in einer engen, tiefen Stielhöhle.
Schale: Grünlich gelb, zur Reifezeit zitronengelb, auf der Sonnenseite gelbrot verwaschen und ge- fleckt. Auf der Grundfarbe sind feine bräunliche, von einem weißen Hof umgebene zahlreiche Punkte. Vereinzelt bemerkt man auch Anflüge von Rost.
Fleisch: Gelblich und fein, anfangs abknackend, ziemlich fest, später mürbe; sehr saftreich und
alantartig, köstlich gewürzt. Kernhaus: Klein, von gelblich hervortretenden, eiförmig nach oben verlaufenden Gefäßbündeln umgrenzt. Kammern ziemlich breit, mit auffallend lang zugespitzten, hellbraunen Kernen dicht gefüllt.
Eigenschaften der Frucht.
Unter den Uhlhornschen Neuzüchtungen nimmt diese Apfelsorte den ersten Platz ein. Das Blut der Ananas-Rtte. kommt bei ihr in sehr glücklicher Weise zum Durchschlag. Mit der an- sprechenden Farbe und gleichmäßigen Form verbindet sie eine lange Haltbarkeit und einen sehr edlen Geschmack, so daß sie selbst den anspruchsvollsten Gaumen befriedigt. Von den Fehlern ihrer Muttersorte hat sie nur den geerbt, daß sie die Mittelgröße nicht übersteigt. Man sollte dies aber nicht als Grund ansehen, ihr die Wege im Obsthandel zu versperren, da ihre Güte diesen Nachteil reichlich ausgleicht. Klein, aber fein!
Wer einmal die eigenartige Würze der v. Zuccalmaglio's-Rtte. kennen und schätzen gelernt hat, wird sich stets ihren Genuß gern wieder zu verschaffen suchen. Es ist ihm hierzu aber auch für lange Zeit die Gelegenheit geboten, weil sie sich, ohne welk zu werden oder an ihrer Frische einzubüßen, bis ins Frühjahr hinein aufbewahren und verwenden läßt.
Bei starkem Fruchtansatz macht sich gerade bei dieser Sorte das Auspflücken der Früchte bezahlt; anderenfalls ergibt die Ernte eine Menge kleiner Früchte, und der Baum wird, wenn er den ganzen Fruchtansatz zur Entwicklung bringen soll, auch zu sehr geschwächt, so daß für das nächste Jahr eine Fehlernte die Folge ist. Beim Versand ist die Sorte unempfindlich. Sie hängt fest im Winde und ist unabhängig von einer bestimmten, peinlich inne zu haltenden Pflückzeit.
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