gekauft. Auch in den Großstädten wird dieser Grundsatz beim Obsteinkauf gern befolgt, und da ist es nicht verwunderlich, daß sie oft Preise erzielt, die ihrer eigentlich nicht angemessen sind.
Die Frucht hängt fest am Holz und bietet trotz ihrer Größe den Winden Widerstand. Sie ist unempfindlich bei der Aufbewahrung und beim Versand. Man muß sie spät ernten; dann hält sie sich auf gutem Lager oft bis zum Juni.
Eigenschaften des Baumes.
Gloria mundi gehört zu den am stärksten wachsenden Apfelsorten, die in der Baumschule tadellose, starke Stämme und schöne Kronen bilden. Der Wuchs ist pyramidenförmig und stark- holzig, die Aste verzweigen sich wenig und setzen kurzes Fruchtholz an. Für Formbäume ist die Frucht viel zu wertlos; man pflanzt diese Sorte nur als Hoch- und Halbstamm oder bei beschränkten Raumverhältnissen als Buschbaum.
Gloria mundi ist im Ertrage fast niemals befriedigend, bei starkem Holzwachstum und bei der Empfindlichkeit ihrer Blüte setzt sie wenig Früchte an. Daß diese wenigen Früchte dann zu Riesenstücken sich entwickeln, ist ja ein natürlicher und leicht erklärlicher Vorgang, den wir auch bei anderen und besseren Sorten wahrnehmen können. Die Sorte gedeiht noch in rauher Lage und ist sturm- und wetterfest. An den Boden stellt sie höhere Ansprüche, in trocknem Boden versagt sie vollständig, während sie in gutem Lehmboden vielfach stellenweise befriedigende Ernten bringt.
Das Holz ist von graugrüner Farbe, die jungen Triebe sind etwas gerötet, das Laub ist mäßig groß, leicht wollig und hellgrün gefärbt, klein aber scharf gezahnt, die Fruchtknospen sind mittelgroß und wollig, die Holzknospen klein und anliegend. Die Blattstiele sind auf der Unterseite rötlich gefärbt.


