BAEERn—
Infolge ihrer Fruchtgröße werden für Peasgood höhere Preise gezahlt als ihr Geschmack rechtfertigt. Wegen des leichten Abfallens ist die Ernte früh vorzunehmen, die Frucht hält sich zwar bis zum Februar, man sollte sie aber nicht über Weihnachten hinaus aufbewahren. Wie bei allen großfrüchtigen Sorten mit lockerem Fleisch wird Peasgood in nassen Jahren öfters stippig.
Eigenschaften des Baumes.
Die aus den Veredlungen der Goldrenette von Peasgood hervorgehenden Triebe erreichen im ersten Jahre oft eine Länge von 1 ½ m und darüber; sie gehört zu den am stärksten wach- senden Apfelsorten. Zur Hoch- und Halbhochstammzucht findet sie selten Verwendung, weil an diesen ihre sehr großen Früchte den Stürmen viel zu sehr ausgesetzt sind. Für Busch- und
strenge Formen ist der Paradies als Unterlage deshalb besser zu wählen, weil die Sorte auf Splitt- apfel zu stark treibt. Sie bildet sparrige, breite Kronen und bringt nach dem Rückschnitt ihre Augen recht unvollkommen zum Austrieb. Die Kronenäste sind daher wenig verzweigt. Das lassen die Bäume in der Beilage und im Text erkennen. Die erstere Abbildung wurde nach der Photographie eines Baumes in den J. C. Schmidt'schen Obstanlagen zu Erfurt, die letztere in der Landesheilanstalt in Altscherbitz b. Schkeuditz hergestellt. Das zweite Textbild eines 7 jährigen Baumes dieser Sorte stammt aus Gransee. Die schweren Früchte veranlassen die Kronenzweige, sich hernieder zu biegen, meistens aber ist der Fruchtansatz so gering, daß die Zweige nicht in diese hängende Lage kommen. An den meisten Orten gilt die Sorte als undankbarer Träger. An einzelnen Stellen ist man dagegen mit ihrem Ertrage sehr zufrieden; so berichtet Herr Schaal aus Stuttgart, daß ein 10 jähriger Baum, den er in Württemberg beobachtet habe, der vor 8 Jahren umgepfropft worden sei, 4 Ztr. vollkommene Früchte gebracht habe.


