Teil eines Werkes 
Lfg. 1 (1905) - (19XX) Deutschlands Obstsorten. Lfg. 1 (1905) -
Entstehung
Einzelbild herunterladen

···········Q˖˖

Berührung mit der Hand empfindlich, wonach sie alsbald ihre Farbe verändert und den Finger- abdruck erkennen läßt. Man sollte sie daher stets zeitig zum Versand bringen. Le Lectier gehört nicht zu den fleißigen Trägern; deshalb entwickeln sich auch ihre Früchte zu gleichmäßiger Größe. Zur Erzielung einer zarteren Farbe ist das Einhüllen der Früchte am Baum in Papiertüten gerade bei dieser Sorte zu empfehlen.

Eigenschaften des Baumes.

Le Lectier ist eine Sorte von geradezu idealem Wuchs, gleichviel ob sie auf Wildling oder Quitte veredelt wird. Die einjährigen Veredlungen wachsen, ohne sich zu verzweigen, kerzengrade und konisch in die Höhe und erlangen durchschnittlich eine Trieblänge von 1 ½ m. Die Augen sind kräftig ausgebildet, spitz und anliegend und treiben nach dem Rückschnitt gut aus. Die Kronentriebe stehen gleichmäßig im spitzen Winkel um den Mitteltrieb und bilden ohne irgend welchen Schnitt die schönsten Pyramiden. Auch die Fruchtholzbildung läßt nichts zu wünschen übrig. Neben kurzen Fruchtspießen zeigen sich auch längere Fruchtruten, die zur Erzielung reicherer Ernten beim Schnitt geschont werden müssen. In der Blüte, die spät aufbricht und lange dauert, scheint sie empfindlich zu sein. Daher rührt wohl auch ihre nicht befriedigende Fruchtbarkeit. Beim Austrieb sind die Blätter stark gerollt und glänzend; ausgewachsen haben