Teil eines Werkes 
Lfg. 1 (1905) - (19XX) Deutschlands Obstsorten. Lfg. 1 (1905) -
Entstehung
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Die Krone baut sich aufrecht, die langen dünnen Triebe biegen sich mit der einsetzenden Tragbarkeit abwärts und machen nach 30 40 Jahren eine Verjüngung nötig. Das Textbild nach einer Photographie aus der Landesbaumschule in Gotha vervielfältigt läßt die lockere Aststellung erkennen. Der Baum, nach welchem die Beilage hergestellt wurde, steht in den Freiherrlich v. Friesenschen Obstanlagen in Rötha. Blumenbachs Butterbirne braucht nicht als Formbaum gezogen zu werden, denn auch an Hochstämmen entwickeln sich ihre Früchte noch vollkommen zu ihrer vollen Güte.

Die Fruchtbarkeit setzt früh ein und sie ist, weil ihre frühbeginnende Blüte von langer Dauer und gegen Frost nicht empfindlich ist, recht reich und regelmäßig. Für Norddeutschland verdient Blumenbachs Butterbirne auch für den Erwerbsobstzüchter Beachtung, während man für Rheinland und Süddeutschland wohl noch lohnendere Sorten besitzt.

Schlechte Eigenschaften.

In einzelnen Strichen mit kaltem Boden wird über häufiges Auftreten von Fusikladium ge- klagt. Dort bleiben die Früchte für Handelsware zu klein.