Lee's schwarze. D. P. V. 1896.
(Lees black prolific) R. Hogg 1875. S. 225.
Die Zahl der schwarzfrüchtigen Johannisbeersorten ist nicht groß, sie beträgt etwa 15, von denen aber nur wenige eine weitere Verbreitung gefunden haben und einen als spezifisch nachweisbaren, wirtschaftlichen Wert besitzen. Der Anbau der schwarzen Johannisbeere hat in Deutschland in neuerer Zeit einen beachtenswerten Aufschwung gefunden und Nachfragen nach größeren Massen dieser Frucht sind nicht mehr selten. In einigen Gegenden Frankreichs, besonders im Departement
Lees schwarze, D. P. V. 1896. Sechsjährige, alljährlich zurückgeschnittene Pyramide.
Côte d'or wird die Kultur der„Cassis“, wie die schwarze Johannisbeere dort benannt wird, in außerordentlich großem Umfang betrieben. Nach J. Vercier wurden in jenem Landesteil schon im Jahre 1873 über 1 ½ Millionen tragfähige Sträucher auf einer Fläche von 300 ha gezählt. Der größte Teil dieser reichen Ernten wird von der französischen Likörindustrie verarbeitet. Auch in Holland findet man ausgedehnte Anlagen dieses nützlichen Fruchtstrauchs. Den Englän- dern verdanken wir eine Anzahl wertvoller neuer Sorten, welche sich durch größere Beeren und längere Trauben vor den alten auszeichnen.
Unter den bekannten Formen ist„Lee's schwarze“ eine der geschätztesten. Sie wurde von George Lee, einem Marktgärtner in Clevedon Somerset(England) gezüchtet und 1860 von der Königl. Gartenbaugesellschaft in London durch ein Wertzeugnis I. Klasse ausgezeichnet. R. Hogg, der bekannte englische Pomologe, bezeichnet sie als eine der besten. Der Deutsche Pomologen- verein empfahl„Lee's schwarze“ 1896 zum allgemeinen Anbau.
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