„„———— 4——————ÿy——·.———————
empfehlenswerteste rote Johannisbeere, sie eignet sich aber ebensogut zur Anpflanzung in kleineren Gärten. Aus diesen Gründen hat sie der Deutsche Pomologenverein zweimal, nämlich 1860 und 1896, weiteren Kreisen zum allgemeinen Anbau empfohlen. Mit ihr identisch ist:„Göpperts Kirschjohannisbeere“(Stanjeck), was ich bereits 1901 nachgewiesen habe. In Norddeutschland und auch in Nordamerika kennt man die„Rote Holländische“ vielfach als„Prinz Albert“. In manchen französischen Baumschulen wird sie als„Verrière rouge“ geführt.
Der Strauch wächst sehr starvk und gedrungen, treibt und entlaubt sich auch spät, erreicht in etwas feuchtem, nahrhaften Boden einen ansehnlichen Umfang und gedeiht noch in höheren Lagen gut. Er wird selten von der Blattfallkrankheit heimgesucht und ist zur Anzucht wurzelechter Hoch- stämmchen, wagrechter Cordons, kleiner Spaliere und Hecken sehr gut geeignet. Zweige aufrecht, die äußere Rinde der einjährigen Triebe löst sich im Spätsommer teilweise in längeren bandartigen Streifen ab; Blätter an der Basis der Langtriebe rundlich, an der Spitze eirundlich, tief, drei- bis fünflappig, seitliche Lappen spitz, Endlappen oft zugespitzt; Blütentraube bis 20- und mehr- blütig, Kelchröhre breitglockig, Kelchzipfel auf grünlichgelbem Grunde matt bräunlichrot überlaufen.
Fruchttraube lang, dicht, meist vollbehangen, an älterem Holze nicht selten zu festen Massen zusammengeballt; Beere groß, hellrot. Samen durchscheinend, zahlreich, ungefähr 9— 10 in einer Beere; Stiel und Stielchen zur Reifezeit hellgelb. Reift später als„Rote Versailler“ und„Weiße Holländische“. 1
Etwas säuerlicher als„Rote Versailler“, deshalb zum Rohgenuß weniger beliebt, aber zur Saft- und Weinbereitung vorzüglich geeignet.


