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Lfg. 1 (1905) - (19XX) Deutschlands Obstsorten. Lfg. 1 (1905) -
Entstehung
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sehen. Zwei Eigenschaften machen uns dieGrüne Riesenbeere besonders wertvoll und anbau- würdig, nämlich der überaus kräftige Wuchs ihres Strauches und der hohe Gütegrad und die vielseitige Verwertbarkeit ihrer großen Früchte.

Der Strauch erreicht einen bedeutenden Umfang, ist ziemlich lichtkronig, äußerst fruchtbar, für wagerechte Cordons, Spaliere und Pyramiden geeignet und gedeiht gut in Haus- und Obst- gärten, auch in freien Lagen. Zweige abstehend mit überhängenden Spitzen; Stacheln einfach, selten zwei- bis dreiteilig, kräftig, lang. Blätter rundlich, abgestutzt, meist drei- und spitzlappig, derb, Ränder oft nach außen gerollt.

Fruchtstand oft zweibeerig; Beere sehr groß, auffallend gleichmäßig entwickelt, elliptisch; Schale etwas dick, Samen durchscheinend, erst hellgrün, später mit gelblichem Schein, sonnen- wärts zahlreich rötlich punktiert, auch marmoriert, sehr dicht und ziemlich langflaumig; Adern verzweigt, grünlichweiß; Atmungsflecken spärlich, klein, grünlichweiß, mit dunkelgrünem Hof; Kelch meist halboffen, auch geschlossen, seltener unvollständig; Länge des Stiels zum Stielchen 1:1 auch 1:2, seltener 2: 1; Reifezeit spät.

Süß, wenig säuerlich, wohlschmeckend.

Als kleine Frucht zum Grünpflücken; reif als Tafelfrucht; zum Ganzeinmachen und zur Wein- bereitung gleich wertvoll, zum Versand geeignet, am Markte leicht verkäuflich.