die hauptsächlich in Belgien in den Provinzen Brabant, Limburg und Lüttich viel verbreitet sind und dort neben der roten Sternrenette zum Massenanbau fast die gleiche Rolle spielen, wie in Deutschland die Goldparmäne und der Schöne v. Boskoop.
Herr Gutsbesitzer Frhr. v. Failly-Goldstein auf Schloß Breil bei Geilenkirchen im Bezirk Aachen, der diese Abarten einer besonderen, jahrelangen Beobachtung unterzogen hat, teilt uns darüber folgendes mit:
zu 1: Ganz zu entbehren. Ist empfänglich für Fusikladium und hat einen herben, nicht milden Geschmack;
zu 2: Grau berostet, mit einigen rot verwaschenen Stellen; ausgezeichneter Tafelapfel für die Zeit von Ende Januar bis Juni;
zu 3: Beinahe ganz rot, plattgebaut. Tafelapfel I. Ranges, reift etwas ungleich;
zu 4: Ist größer als die vorher genannten und scheint der Färbung nach eine Kreuzung von 2 und 3 zu sein;
zu 5: Ist eine Neuzüchtung, die ich zum ersten Male 1905 auf der Ausstellung in Lüttich sah. Größe wie 4. Färbung etwas violett.
Ueber die Aufbewahrung gibt Herr v. Failly an, daß er seine Früchte vom Kurzstiel 30 bis 40 cm hoch aufgeschichtet auf dem Zementfußboden seines Kellers lagere und im Laufe des Winters 2— 3 mal umlegen lasse. Er verkauft seine ganze Ernte an bestimmte Privatkundschaft und erzielt im Frühjahr Preise von 20— 50 Mark für 50 kg. Denjenigen Abnehmern, welche schon im Herbst die Früchte des Kgl. Kurzstiel kaufen und zur Aufbewahrung keine ähnlichen Lagerräume besitzen, empfiehlt Herr v. Failly, die Apfel in feinen, trockenen Sand zu schichten, damit sie ganz frisch und saftig bleiben.


