Parkers Pepping.
Reifezeit: Dezember bis April.
Name und Heimat: Parkers Pepping ist eine überall verbreitete, alte englische Sorte, die wie viele andere graue Renetten auch„Lederapfel“,„Lederer“,„Pelzapfel“,„Rabau“,„graue Renette“ genannt wird. Diel beschreibt sie als„Parkers grauer Pepping“.
Gestalt. Regelmäßig gebaut, ein rundlicher, kleiner Apfel von 5 ½—7 cm Höhen- und Breiten- durchmesser. Nach dem Kelch zu ein wenig abnehmend, stielwärts abgerundet, in der Mitte am breitesten.
Kelch: Fast geschlossen, mit langen, wolligen, spitz auslaufenden Kelchblättchen. Kelcheinsenkung mäßig weit und tief, in der Regel glatt, zuweilen von schwach hervortretenden Fältchen umgeben.
Stiel- Lang(2— 2 ½ cm) und mitteldick, bräunlich und wenig behaart. Stielhöhle eng und tief.
Schale: Fein, von graubraunem Rost fast ganz überzogen, der die grünlichgelbe Grundfarbe selten durchschimmern läßt. Im reifen Zustande nimmt die Frucht einen bronzefarbenen Ton an. Punkte treten kaum merklich hervor.
Fleisch: Grünlich gelb, unter der Schale grünlich verwaschen, von grünen Adern, die das Kern-— haus deutlich abgrenzen, durchzogen. Geschmack vorherrschend weinsäuerlich, sehr edel und renetten- artig gewürzt.
Kernhaus: Breit, zwiebelförmig, ein wenig hohlachsig oder auch geschlossen. Kammern mit großen, länglich eiförmigen, gut entwickelten Kernen ganz ausgefüllt.
Eigenschaften der Frucht.
Unsere älteren, schönen und früher sehr gesuchten Sorten der verschiedenen grauen Re- netten werden heute durch den Schönen v. Boskoop, der in seiner fast übergroßen Verbreitung durch Fruchtgröße, Wohlgeschmack, Haltbarkeit jene in der Tat überragt, arg bedrängt. Der Parkers Pepping nimmt aber unter den grauen Renetten einen der ersten Plätze ein. Der zarte Rost, der vom Kelch bis zur Stielhöhle über der matt- bis goldgelben Grundfarbe ausgebreitet ist, gibt der Frucht ein wirklich vornehmes Aussehen. Vor den übrigen grauen Renetten hat sie das voraus, daß ihre Schale, wenn die Ernte lange genug, d. h. bis Ende Oktober hinaus— geschoben wird, auf dem Lager nicht leicht welkt. Die gleichmäßige, rundliche Gestalt hat auch ihre Reize. Die Schale ist so dünn und zart, daß man die Frucht ungeschält essen kann, was bei kaum einer anderen grauen Renette möglich ist. Wäre sie nur etwas größer, so könnte sie als eine der besten Marktfrüchte bezeichnet werden. Wer nach ihrem Aeußeren die Frucht gekauft hat, wird durch den Genuß des würzigen, etwas vorherrschend säuerlichen Fleisches angenehm überrascht sein. Es ist deshalb wohl erklärlich, daß Parkers Pepping trotz seiner kleinen Frucht hoch eingeschätzt und immer wieder gern gekauft wird. Wie alle grauen Re-— netten verträgt er den Versand bis zur Genußreife; er verlangt nur möglichst kühle, nicht zu trockene Lagerung. Wer reiche Ernten von dieser Sorte erzielt und einen Teil der Früchte für seine Wirtschaft verwenden kann, der wird auch ihre Vorzüge für die Weinbereitung kennen lernen.
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