bei der engen Pflanzweite, wie man sie in Hausgärten leider nur zu oft angewendet sieht, bald ein für Licht und Luft undurchdringliches Gewirr von Holz und Blattwerk erzeugen. Daß für solche Bäume nur der Hoch- und Halbstamm als Baumform in Frage kommen kann, bedarf keiner weiteren Begründung.
Der Taffetapfel gilt in seinen Ansprüchen an die Bodenverhältnisse als genügsam. Mit seiner Tragbarkeit setzt er aber spät ein und diese befriedigt auch nicht immer. Die spät auf- brechende Blüte hat eine sehr kurze Blütendauer und ist gegen Nässe empfindlich. Deshalb hängt es vollständig von dem Wetter während der Blütezeit ab, ob auf regelmäßige Ernten zu rechnen ist.
In der Baumschule bildet der Taffetapfel unschöne, oben und unten gleich starke Stämme,
die sich schlecht aufrecht tragen. Beim Rückschnitt der Verlängerungstriebe treiben nur die oberen Knospen aus, während die unteren Augen sitzen bleiben.
Das Blatt ist groß und wellenförmig, sehr schwach und stumpf gezahnt. Die Blattstiele haben auf der Unterseite eine auffallend rötliche Farbe, die sich auch auf die Blattnerven erstreckt.
Schlechte Eigenschaften.
Der Taffetapfel leidet stark an Krebs. Auch das Fusikladium befällt die Früchte in allen luftfeuchten Lagen so stark, daß sie unverkäuflich werden. Der Fruchtansatz ist bei der Empfind- lichkeit der kurzfristigen Blüte gegen Nässe unsicher.
Die Sorte ist für den Massenanbau entbehrlich.


