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Graue französische Renette.
Reifezeit: Dezember bis März.
Name und Heimat:- Eine der ältesten Apfelsorten, die, wie schon ihr Name besagt, französischen Ursprungs ist.„Winter-Rabau, Lederapfel, Lederrenette, Rauhapfel, Grauapfel und graue Renette“ sind gleichfalls Namen, mit denen sie in Deutschland benannt wird.
Gestalt. Mittelgroß, 5 ½— 6 ½ cm hoch, 7—8 em breit, ziemlich regelmäßig gebaut, nach unten glatt, nach oben sich zwar verjüngend aber doch flach abgerundet.
Kelch: Fast ganz geschlossen, teils in flacher, teils in tiefer Einsenkung. Die kleinen Kelchblätter zeigen einen wolligen, graugrünen Anflug. Falten und Rippen treten nicht auffallend hervor.
Stiel- Kurz und dick, ½— 1 ½ cm lang, in einer tiefen, stets stark berosteten Stielhöhle.
Schale: Nicht sehr dick, aber doch zähe. In der Grundfarbe grün, auf der Sonnenseite trübrot ge- färbt. Der graubraune Rost deckt den größten Teil der Grundfarbe. Punkte treten auf der Schale nicht hervor. Die farbige Abbildung gibt ein genaues Bild der Sorte, sodaß sich eine Schilderung der Farbe durch Worte erübrigt.
Fleisch: Gelblich, in frischem Zustand fein und mürbe, saftreich und würzig. Bei zu langem Lagern wird das Fleisch aber durch Verdunstung zähe und verliert die Frische.
Kernhaus: Ziemlich klein und fast geschlossen. Kammern schmal, mit je einem flachen Kern.
Eigenschaften der Frucht.
Unter den grauen Renetten ist die französische eine der bekanntesten und verbreitetsten. Für die Unterschiede zwischen ihr und der grauen Herbstrenette wird auf die Beschreibung der letzteren hingewiesen. Die französische Renette ist eine Winterfrucht, die selten vor Dezember genußreif wird und bis dahin fest bleibt. Sie hat die üble Eigenschaft, ihren Saft in großen Mengen zu verdunsten, und dadurch beginnt sie sehr bald auf dem Lager zu schrumpfen, sobald dieses nicht feucht genug gehalten und vor Luftzutritt von außen geschützt wird. Selbst späte Ernte schützt sie nicht vor dem Welken. Man kann sie in der Regel nur dadurch frisch und straff erhalten, daß man die Früchte gleich nach der Ernte einzeln in Papier wickelt und zwischen Torfmull schichtet. Vorsicht bei der Aufbewahrung ist um so nötiger, als die Früchte früh ge- erntet werden müssen, weil sie nicht fest am Baum hängen, und man daher leicht versucht ist, um die Ernte vor Stürmen zu schützen, diese nicht lange hinauszuschieben. Andererseits verkürzt zu frühe Abnahme der Früchte ihre Haltbarkeit.
Die graue französische Renette ist in der Küche ebenso geschätzt wie für die Tafel und sie erzielt befriedigende Preise. Nur für den Berliner Markt scheint sie keine Handelsfrucht zu sein.
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