Teil eines Werkes 
Lfg. 1 (1905) - (19XX) Deutschlands Obstsorten. Lfg. 1 (1905) -
Entstehung
Einzelbild herunterladen

erreebe

Die Bäume des London Pepping sind anspruchsvoll in ihrem Verlangen nach geeignetem Boden und günstiger Lage, sie neigen aber auch unter den besten Bedingungen zur Krebs- krankheit, das Laub zum Fusikladium und Mehltau. Auch ohne starken Rückschnitt baut sich die Krone gut auf. Sie verlangt aber nach etwa 30 Jahren einen kräftigen Rückschnitt, um sich durch frischen Trieb zu verjüngen.

Das Blatt des London Pepping ist klein und schmal; es ist wenig widerstandsfähig. Die Knospen stehen eng beieinander, die weißwolligen Augen treten stark hervor. Das Fruchtholz wächst quirlartig und gedrungen. Ein gleichmäßig feuchter Untergrund und regelmäßige Kalk- gaben sind Bedingungen für die dauernde Gesundheit des London Pepping. Wenn sich noch Luftfeuchtigkeit dazu gesellt, dann hat er gefunden, was zu seiner guten Entwicklung erforderlich ist. In der Gegend von Wittenberg, im Unstruttal, in einigen Teilen der Provinz Brandenburg, in Mecklenburg und am Bodensee werden prächtig gefärbte, großfrüchtige London Pepping geerntet. In trockenem Boden dagegen verkümmern die Bäume und gehen früh zugrunde.

Die Blüte beginnt früh und dauert lange, ist aber gegen Nässe und Frost unempfindlich.

Schlechte Eigenschaften.

Die Bäume und Früchte werden stark vom Schorfpilz befallen. Krebs und Mehltau sind ebenfalls am London Pepping häufig anzutreffen.