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Olivier de Serres.
Reifezeit: Januar bis März.
Name und Heimat: Die Sorte wurde 1860 von dem Franzosen Boisbunel aus Samen gezogen. Sie ist nur unter dem obigen Namen bekannt und verbreitet.
Gestalt: Mittelgroß, zuweilen groß, 6 ½—7 cm breit und fast ebenso hoch, von rundlicher flach- kugeliger, ausgesprochen bergamottenartiger Form.
Kelch: Halboffen, mit breiten, hornartigen, dunkelgrünen, manchmal schwärzlichen Kelchblättchen. Der Kelch sitzt in tiefer und weiter, mit starken Rippen umgebener Einsenkung.
Stiel: Stark und holzig, etwa 2 cm lang, in tiefer beuliger Stielhöhle.
Schale: Ziemlich dick, anfangs dunkelgrün, mit zunehmender Reife gelber gefärbt und mitunter an der Sonnenseite bräunlich gerötet. Die zahlreichen feinen Punkte werden von den zimmetfarbigen Rost- flecken, die manchmal einen großen Teil der Frucht überziehen, ganz verdeckt. Am Kelch und Stiel sind die Rostfiguren so dicht zusammengezogen, daß die Frucht dadurch einen rauhen Ueberzug erhält.
Fleisch: Gelblichweiß, sobald die Frucht auf sandigem Boden gewachsen ist. Auf schwerem Boden oft grünlich-weiß. Um das Kernhaus oft steinig, sonst aber äußerst fein und schmelzend, von weinsäuer- lichem Geschmack und feiner Würze.
Kernhaus: In der Regel hohlachsig. Die ziemlich geräumigen Kammern sind mit gut entwickelten
Kernen fast ganz gefüllt.
Eigenschaften der Frucht.
Olivier de Serres gehört zu den allgemein geschätzten Winterbirnen. Wenn auch ihr Aeußeres weder in Form noch Farbe besticht, so ist der Markt zur Zeit ihrer Reife doch so sehr von Birnen entblößt, daß man auch eine unansehnliche, aber wohlschmeckende Birne zu bewerten weiß. In guter Lage gereift ist die Olivier eine köstliche, saftreiche und würzige Tafelfrucht. Auch unter klimatisch weniger günstigen Verhältnissen reift sie noch aus; sie wird dann allerdings nicht mehr ganz schmelzend, aber der weinsäuerliche Geschmack setzt über das steinige Kernhaus hinweg. Es gibt wenig Birnensorten, wie die Olivier de Serres, denen so lange ihr voller Wohlgeschmack verbleibt, ohne daß sie in Fäulnis übergehen. Späte Ernte ist bei ihr wie bei allen Winter- birnen notwendig. Die Frucht hängt fest am Baum; sie sollte erst Ende Oktober geerntet werden. Die Früchte welken nur, wenn sie zu früh gepflückt oder zu trocken gelagert werden.
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