Teil eines Werkes 
Lfg. 1 (1905) - (19XX) Deutschlands Obstsorten. Lfg. 1 (1905) -
Entstehung
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gerüst auf, das ohne durch frühe Tragbarkeit geschwächt zu werden, einen mächtigen Umfang annimmt. Das 1. Textbild zeigt einen 15 jährigen Stamm des Eiserapfels im Provinzial-Obstgarten zu Diemitz, während das 2. Textbild und die Beilage alte Veteranen aus den Obstanlagen des Herrn Domänenrat Meyer in Friedrichswerth von der gleichen Sorte wiedergeben. Je schwerer der Boden, desto üppiger gedeiht der Eiserapfel, desto regelmäßiger kehren die Ernten wieder. Aus Westfalen klagt man über das Auftreten von Krebs und Gipfeldürre, im Osten Deutschlands soll Fusicladium den Eiserapfel arg befallen, während die meisten unserer Berichterstatter die Anspruch- losigkeit der Sorte an Lage und Bodenverhältnisse hervorheben und die Grasgärten und Viehweiden, in denen gar keine Bodenbearbeitung stattfinden kann, für den Eiserapfel noch als sehr geeignete Pflanzstätten bezeichnen. Für breite Straßen ist der Eiserapfel auch als Straßenbaum zu empfehlen. Die Tragbarkeit tritt sehr spät ein, ist aber bei alten Bäumen befriedigend.

Die Blüte beginnt spät und ist von langer Dauer. Das oft beobachtete Aussetzen der Blüte und der Fruchtbarkeit ist zumeist auf den Mangel des Bodens an Feuchtigkeit zurück- zuführen. Das Blatt ist groß und fest, auf der Unterseite filzig, ähnlich dem des Geflammten Cardinal, das Holz hat einen bräunlich violetten Ton und ist mit einem weißlichen Schimmer überzogen, unter dem sehr zerstreut feine Punkte sichtbar werden. Man pflanzt den Eiserapfel ausschließlich als Hoch- oder Halbstamm.

Schlechte Eigenschaften.

Außer den bereits genannten, vereinzelt auftretenden Erscheinungen von Krebs und Fusi- cladium hat der rote Eiserapfel keine Fehler.