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Eigenschaften des Baumes.
Die Baumschulen ziehen den Grahams Jubiläumsapfel als Hoch- und Halbhochstamm nur wenig. Er braucht ein Jahr länger zur Erlangung der Kronenhöhe als andere Sorten, er ist deshalb für hochstämmige Formen auf wüchsigere Zwischenveredlungen zu pfropfen. Als Busch- baum hat er einen kräftigen, gedrungenen Wuchs und geht mehr in die Breite als in die Höhe. Die Seitenzweige stehen mitunter fast rechtwinklig zu den Hauptzweigen und geben dadurch der Krone ein etwas wirres Aussehen. Das Fruchtholz ist lang und bildet mehr Frucht- ruten als Fruchtspieße. Auffallend kräftig sind die Fruchtkuchen entwickelt, aus denen auch neue kräftige Triebe hervorgehen.
Ganz charakteristisch ist die Blattbildung des Grahams Jubiläumsapfels, man möchte sagen: umgekehrt schifförmig. Die Blattrippen liegen hoch, während die Blattfläche nach unten geneigt ist. Das Blatt hat einen rötlichen, metallischen Schimmer und unterscheidet sich dadurch von allen anderen Sorten. Auch die Sommertriebe sind braunrot gefärbt.
An den Boden stellt Grahams Jubiläumsapfel keine zu hohen Ansprüche, nur darf derselbe nicht zu trocken sein. Die Fruchtbarkeit tritt früh ein; sie ist ziemlich regelmäßig, aber nicht groß. Vereinzelt ist man zwar mit den Erträgen dieser Sorte zufrieden, aber die Mehrzahl unserer Berichterstatter klagt, daß die großen Früchte zu vereinzelt sitzen. Dies hat vielleicht seinen Grund in der kurzen Dauer der Blüte, die sehr spät eintritt. Sobald die Blüte in eine trockene Zeit fällt, ist die Befruchtung sehr gering. Das gibt vielleicht einen Hinweis, diese Sorte dort anzubauen, wo reichliche Niederschläge die Regel bilden.


