Die Früchte sind am Baum gegen mäßige Kältegrade nicht empfindlich, sie müssen spät geerntet und kühl aufbewahrt werden, sonst schrumpfen sie auf dem Lager.
Eigenschaften des Baumes.
Esperen's Bergamotte hat einen aufrechten, strammen Wuchs und bildet ohne Rückschnitt der Leittriebe kräftige pyramidenförmige Kronen. Fast in jedem Frühjahr ist sie reich mit Blüten übersät. Infolge ihrer langen, oft fast 14 Tage dauernden Blütezeit ist auch der Fruchtansatz ein befriedigender. An einem einzelnen Blütenstande kommen oft 3 bis 5 Birnen zur Entwickelung. Der Baum stellt hohe Anforderungen an eine warme und geschützte Lage und an einen warmen, tiefgründigen Boden; in trockenem Erdreich bleiben die Früchte kümmerlich.
Die Sorte ist besonders für Zwergobstformen zu empfehlen. Sie bildet schöne Pyramiden und Spaliere, die sich mit kurzem und langem Fruchtholz regelmäßig bekleiden. Der Austrieb der Augen nach einem Rückschnitt der Leittriebe ist gut. Zur Erziehung von Formbäumen ist Esperen's Bergamotte auf Quitte zu veredeln.
Die Frucht hängt fest im Winde.
Es ist eine Eigentümlichkeit der Sorte, daß oftmals im Herbste vor der Baumreife und ohne daß Stürme dies verursacht hätten, plötzlich ein großer Teil der Früchte abgeworfen wird. Wahrscheinlich sind unzuträgliche Bodenverhältnisse die Ursache.
Das Laub der Esperen's Bergamotte ist gesund und gegen den Schorfpilz widerstandsfähig. Die Blüte leidet unter den Witterungsverhältnissen nicht.
Schlechte Eigenschaften. In der Wahl des Standortes für die Esperen's Bergamotte ist äußerste Vorsicht anzuwenden.
Die Früchte bleiben sonst hart, ungenießbar und werden rissig. Für den Erwerbsobstbau kommt diese Sorte nur in engbegrenzten Bezirken in Frage.


