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Eigenschaften des Baumes.
Napoleons Butterbirne zählt zu den Sorten, die altersschwach und überständig geworden sind. Der Baum treibt zwar in der Jugend freudig, läßt aber zu bald nach. Die Krone verzweigt sich wenig. Sie muß durch öfteren Rückschnitt zu neuem Trieb angeregt werden. Die früh beginnende, regelmäßige und reiche Tragbarkeit gibt den Kronentrieben bald einen hängenden Charakter, der ein Verjüngen der Krone nach einer Reihe von Jahren nõtig macht. Napoleon ist für Hochstammkultur keine sonderliche Sorte und sollte mehr als Formbaum gepflanzt werden. Sie ist eine sehr empfehlenswerte Sorte dort, wo ihr ein tiefgründiger Boden, eine warme, geschützte Lage geboten werden kann. Ihre Verbreitung ist eine ziemlich große, wenn auch die Frucht nicht gerade zu den auf dem Markte bekannteren gehört.
Die Fruchtholzbildung ist ziemlich kurz, aus den Fruchtkuchen bilden sich immer neue Blütenknospen. Die Blütezeit ist ziemlich spät und dauert lange genug, um eine gute Befruchtung herbeizuführen.
Als Unterlage darf nur für ganz kleine Formen die Quitte genommen werden, Pyramiden und Buschbäume sind auf Wildlingsunterlage lebensfähiger und trotzdem genügend fruchtbar.
Schlechte Eigenschaften.
Die Schwachwüchsigkeit der Sorte, ihre Empfänglichkeit auf unpassendem Standort für Fusi- cladium mahnen zur Vorsicht bei der Anpflanzung. Die jungen Triebe leiden häufig durch Frost. Napoleons Butterbirne ist im allgemeinen nur für Liebhaber, nicht aber für Erwerbs- obstbauer von Wert.


