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Lfg. 1 (1905) - (19XX) Deutschlands Obstsorten. Lfg. 1 (1905) -
Entstehung
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Nordhäuser Winter-Forellenbirne.

Reifezeit: Januar bis März.

Name und Heimat:- Eine norddeutsche Sorte, deren Ursprung nicht mit Sicherheit festzustellen ist, die man besonders in der Umgegend des Harzes, in Nordhausen und vereinzelt auch in Thüringen antrifft. Sie geht unter dem NamenWinter-Forelle oderNordhäuser Forelle. Von Nordhausen aus wurde sie besonders durch den dortigen Stadtrat und bekannten Pomologen C. von der Foehr verbreitet, der sie zuerst in größerem Maße vermehrt und in den Handel gebracht hat.

Gestalt. Mittelgroß, kegelförmig, nach dem Kelche zu abgeplattet, nach dem Stiel zu nur wenig zugespitzt.

Kelch. Hartschalig und meist sternförmig offen, in breiter, flacher Einsenkung.

Stiel- 2 2 ½ cm lang, in schwacher Grube, mittelstark.

Schale: Baumreife Frucht grünlichgelb, Sonnenseite braunrot.(Die farbige Abbildung ist reichlich leuchtend wiedergegeben.) Auf dem Lager hellgelb, sonnenwärts karmesinrot überzogen, geflammt und mit braunroten, deutlich hervortretenden Pünktchen versehen, glatt und glänzend, zur Reifezeit sich etwas fettig anfühlend. 4

Fleisch. Weiß, schmelzend und würzig, von angenehmem, süßem Geschmack. Steine um das Kernhaus nicht stark hervortretend.

Kernhaus: Klein und muschelförmig, hohlachsig, mit ovalen, gut ausgebildeten Kernen.

Eigenschaften der Frucht.

Das leuchtende Rot der Schale auf dem gelben Untergrunde gibt der Nordhäuser Winter- forelle ein solch einladendes Aussehen, wie wir es bei einer anderen Winterbirne in gleichem Maße nicht finden. Die in der Sonne reif gewordenen Früchte sind mitunter ganz davon über- zogen und bilden hierdurch zur Weihnachtszeit in den Schaufenstern der Obstläden einen Haupt- anziehungspunkt. Unbegrenzte Mengen könnten davon verkauft werden, weil der Markt um die eigentliche Winterzeit von Birnen meist geräumt ist. Man sollte daher diese lachend schöne Frucht durch Massenanbau reichlich verbreiten.

Es sind aber nicht nur äußere Schönheiten, welche diese Sorte empfehlenswert erscheinen lassen. Während die meisten Winterbirnen mit einer lederartigen Schale umgeben sind, ist die Winter-Forellenbirne verhältnismäßig feinschalig, das Fleisch saftig, schmelzend und leidlich

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