Amanlis Butterbirne.
Reifezeit: September bis Oktober.
Nameèe und Heimat: Die Sorte wurde aus Belgien nach Deutschland gebracht und hat hier eine weite Verbreitung gefunden. Sie geht fast nur unter obigem Namen. In Ostpreußen wird sie großes Grauchen, in Schlesien jedenfalls infolge ihres Wuchses Hängebirne genannt, in Mecklenburg findet sie sich als Wilhelmine verbreitet. Die Literatur weist noch folgende Namen auf: Duchesse de Brabant, Hubard, Kessoise, d'Albert, Thiessoise.
Gestalt. Mittelgroß bis groß, meist kegel- oder birnförmig, nach dem Kelche zu stark abgeflacht, ca. 80 mm breit, 90 mm lang.
Kelch: Offen, sternförmig, feinblättrig, die einzelnen Blättchen kurz, grüngelb, etwas wollig.
Stiel- Krumm und dünn, von grüner Farbe, braunpunktiert, wie eingesteckt, daher in schwacher Vertiefung sitzend.
Schale. Am Baume meist düster- oder grüngelb, sonnenseitig nur wenig goldgelb, meist bräunlich angelaufen mit vielen kleinen braunen Punkten und Rostflecken, oft auch ganz mit Rost überzogen.
Fleisch: Grünlich weiß, fein und saftreich, süß und ganz butterweich, besonders in warmen Jahren, nicht sehr aromatisch. In kälteren Jahren oft nur säuerlich süß.
Kernhaus: Hohlachsig und breit, durch feinere Körnchen oder Steinchen angedeutet, mit meist ganz unvollkommenen Kernen.
Eigenschaften der Frucht.
Amanlis Butterbirne gehört zu den großen frühreifenden Herbstbirnen, sie besitzt keinen sehr feinen Geschmack, wird auf schwerem Boden ziemlich fade und wässerig, während sie auf leichtem Boden von angenehmer Süße ist, ohne aber ein ausgesprochenes Gewürz zu besitzen.
Die Schale der Frucht zeigt meist ein düsteres Grün, das nur bei Vollreife lebhafter gefärbt wird. Sehr verschieden ist die Rostbildung, es gibt an demselben Baume ganz glatte rostfreie Früchte, während andere mit deutlichen Rostfiguren ganz überzogen sind. Die farbige Abbildung bringt dies sehr deutlich zu Gesicht. Hie und da wird über das Auftreten von Fusicladium geklagt, offenbar steht dort die Amanllis Butterbirne nicht an ihrem richtigen Standort. Fast überall zeigt sich die Frucht frei von allen Krankheitsflecken.
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