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Lfg. 1 (1905) - (19XX) Deutschlands Obstsorten. Lfg. 1 (1905) -
Entstehung
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Cox' Orangen-Renette.

Reifezeit: November bis April.

Namen und Heimat: Nach den Angaben des III. Handbuches soll die Cox' Orangen-Renette durch M. R. Cox aus Colnbrook-Lawn in England gleichzeitig mit Cox Pomona aus einem Samenkorn des Ribston Pepping gezogen sein. Verbreitet wurde sie seit 1858. In Deutschland hat man ihren hohen Wert in den letzten Jahrzehnten erkannt und sie seitdem überall sehr viel verbreitet. Neben der obigen Bezeichnung nennt man sie auch noch Cox's Orangen-Pippin, Renette Orange de Cox, Russet Pippin, verbesserte Muskat-Renette.

Gestalt. Mittelgroß, mehr breit(65 mm) als hoch(50 mm), stumpfkegelförmig, meist regelmäßiig, tiefbauchig, an der Stielhöhle oft mit einem Höcker versehen.

Kelch: Halboffen bis geschlossen, mit langen, grünlich-braunen, auswärts gebogenen Kelchblättern, die stark wollig überzogen sind. Kelchhöhle sehr tief, am Grunde weit, oft von kleinen Fältchen um- geben, oft auch ganz glatt.

Stiel- Holzig, dünn bis mitteldick, meist 10 20 mm lang, oft auch sehr kurz, braun mit wolligem Ueberzug. Höhle flach, mit strahligem Rost versehen.

Schale: Glatt, am Baume unansehnlich, grüngelb, später goldgelb, sonnenwärts ziemlich lebhaft gerötet. Stark abgesetzte karmesinrote Streifen treten deutlich hervor, ebenso vereinzelte Punkte. Stellenweise, mehr auf der Sonnenseite, und vor allem in der Umgebung des Kelches zeigen sich auch hellbraune Rostfiguren. Geruch unmerklich, welkt nicht.

Fleisch: Gelblich, renettenartig, mürbe, äußerst saftig und reich gewürzt, süßweinig, von ganz eigenem Aroma. Die Süße tritt mitunter fast zu stark in den Vordergrund.

Kernhaus: Zwiebelförmig, halboffen, Kerne zahlreich, vollkommen, eiförmig zugespitzt, braun.

Kelchhöhle: Kurz, trichterförmig, nicht sehr tief, meist flach.