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Topographia Westphaliae : Das ist, Beschreibung der Vornembsten , vnd bekantisten Stätte, vnd Plätz, im Hochlöbl. Westphälischen Craiße / An tag gegeben, von Matthaeo Merian [Textverf. Martin Zeiller]
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im hochloͤblichen Weſtphaͤliſchen Craͤiß. 7

Koͤniglichen Kirchen/ von welchem hernach, zu be⸗ ruffen, damit die jenigen Cleinodien, oder Symbola, ſo daſſelbe, wegen des Reichs, zu verwahren, zur Stell gebracht werden. Wie denn Anno 1762. zur Croͤnung Keyſers Maximiliani II. die Abge⸗ ſandten von Aach, vier Stuͤck mit ſich gen Franck⸗ furt gefuͤhret, nemlich, des beſagten Caroli, des Er⸗ ſten, oder Groſſen, Schwerdt, das Ceremomen⸗ Buch, und ein anders, innhaltend den Eyd, ſo ein

neugecroͤnter Roͤmiſcher Koͤnig, dem Herrn De⸗

chanten und Capitel gedachter Kirchen zu Aach, ꝛc. ſchwoͤren muß, alsbald er nach, oder unter der Meß, darunter er gecroͤnt worden, vom Capitel zum Mit⸗ Canonichen an⸗und auffgenommen wird: Und dann endlich das Kleinod, darinn s. Stephani, des

Grab haben eroͤffnen laſſen. Beſagter Keyſer Ot⸗ co, ligt auch allhie, und zu des Caroli Fuͤſſen, der Longobarden Koͤnig, Delderius, ſampt Weib und Kindern, und ſonſten niemands. Die Cronſo in dieſer Kirchen hanget, iſt aus Silber, und verguͤlde⸗ tem Kupffer; haͤlt in ſeinem Umbkraͤiſe acht groſſe. und acht kleine Thuͤrlein, und acht und viertzig Wachskertzen. Die Otgel hat vier und zwantzig Regiſter. Der Glocken ſeyn zehen, deren die groͤſte ſechszehen, des Caroli Magvi Glock acht, und die Predigt⸗Glock vier tauſend Pfund halten thut. Es ſeyn da zwey und dreyſſig Canonici, darunter, wie obengemelt, der Kaͤiſer ſelbſten einer iſt: Hat einen Probſt und Dechant. Man weiſet da der Jung⸗ ſrauen Marie Kleid, ſo ſie angehabt, als ſie Chri⸗

erſten Maͤrtyrers Blut, und Gebein, verfaſſet, da⸗ V ſtum der Welt Heyland gebohren, das von Baum⸗

rauff die Roͤmiſche Koͤnige gleichſam in Zeit ihrer Croͤnung, dem heiligen Roͤmiſchen Reich, ihre ge⸗ woͤhnliche Eyd und Pflichten, leiſten; wie ſohan. Noppius, in ſeiner neun Aacher Chronic, darinn er des Petri von Beeck Beſchreibung teuſch gemacht, und vermehret hat, ſchreibet. Mateneuus im dritten Buch von der Croͤnung Kaͤiſer Ferdinands des An⸗ dern ſagt im 87. Capitel/ daß damaln, nemlich, im Jahr 1619. die von Aach, mit ſich,gen Franckfurth gebracht haben.

1. Kaiſers Caroli M. Schwerd, ſo einem Per⸗ ſiſchen Saͤbel nicht ungleich, und welches Hefft von

woll gewebet/ und ohngefehr ſechſthalb Schuch lang iſt: Item, die Windeln Chriſti: Das Tuch, von der Enthauptung S. Johannis des Tauffers: Das Tuch, welches Chriſtus am Stamme des Creutzes um ſich gehabt/ſo gar grob, jedoch leinen; Den Guͤrtel Chriſti, aus Leder geſchnitten: Ein Theil des Stricks, damit Chriſtus gebunden: Ein Stuͤck des groben Nagels, damit Er ans Creutz gehefftet worden: Item, Stuͤck vom Schwamm und Rohr: Den gantzen Guͤrtel der Jungfrauen Marie: Das Haupt des heiligen

Gold, mit ungewoͤhnlichen Edelgeſteinen verſetzt, und mit einem Schlangenbalg, oder einer abge⸗ ſtreifften Schlangenhaut uͤberzogen, die Scheide a⸗

Anaſtaſii, Item, den Arm des alten gimeonis, auff welchen er Chriſtum genommen: Das obge⸗

dachte Blut, und Gebein, des Erſten Maͤrtyrers

Stephani: Ein Glied aus einer Kekten, damit S.

ber mit einem anſehnlichen Stuck von Einhorn ge⸗ V Peter gebunden geweſen: Etwas von dem Oel der

zieret, und mit welchem der Kaiſer ordinaridé etli⸗ che Ritter, ſo man Equites Auratos zu nennen pfle⸗ get, ſchlagen thue: Wiewol beſagter D. Noppius, lib. 1. cap. 2. p. 58. erinnert, daß es in des Kaiſers Willkuͤhr ſtehe, entweder mit dem Schwerd deren von Nuͤrnberg, ſo etwas ſchwerer, oder mit dieſem von Aach, ſolches zu verrichten.

2. Ein Evangelienbuch mit guͤldenen Buch⸗ ſtaben geſchrieben, ſo ſie in ſeinem, deß Kaiſers Ca- roli M. Grab, mit einem ſilbern verguͤldeten Blat bedeckt, gefunden haben.

Und dann z. S. Stephani Protomartyris Blut, in einem guldenen Kiſtlein, ſo mit klarem Gold und Perlen, uberzogen ſey. Die andere Klei⸗

heiligen Jungfrauen Catharine: Von den Haa⸗ ren S. Johannis des Taͤuffers, und§. Bartholomæi:

V Von dem Manna des alten Teſtaments: Von

der Ruthen Aaronis, und die drey Stuͤckſo dem ge⸗ melten Kaiſer Carolo M.(der Anno 777. den alten verfallenen Pallaſt, ſampt der Statt, zu bauen an⸗ gefangen/ und allhie Anno 814. geſtorben iſt) an ſei⸗ nen Hals gehenckt worden: Von den Haaren der heiligen Jungfrauen Mariæ; die Contrafeytung derſelben ſo Lucas gemacht, und in einem Liechtgruͤ⸗ nen Steinlein, etwa zween Finger breit ausgeſto⸗ chen: Und ein Stuͤck vom heiligen Creutz, ſo alle drey in einem kleinen verguͤldeten Kiſtlein jetzt li⸗ gen. Und dieſe Reliquien hat er, der Kaͤiſer Caro-

nodien, ſo bey der Kaiſerlichen Croͤnung gebraucht werden, hat gemeldte Statt Nurnberg, in Verwah⸗

lus vom Patriarchen zu Jeruſalem: Item, vom Koͤnig Aaron in Perſien, und von Conſtantinopel,

rung, wie in Beſchreibung des Franckenlandes ge⸗ bekommen. Und dann, ſo weiſet man auch den

ſagt iſt. In obgedachter Kirche, oder unſer lieben Frauen Munſter, darinn beſagte Sachen, verwah⸗ ret werden) liget, der hoͤchſtgemelte Kaͤiſer Carl, als der dieſelbe vom Jahr 796. biß auff 804. auffge⸗ richtet hat, begraben, deſſen Grabſchrifft von Unter⸗

ſchiedenen unterſchiedlich geſetzt wird, wie darvon

beym Dracone, de Origine,& jure Patricio-

rum, lib. 2. cap, 6. p. 177. zu leſen. Marquardus Freherus lobet im 1 3. Capitelp. 157. b. ſeiner Anmer⸗ ckungen zum Petro de Andlo nicht, daß die Kaͤiſer, Otto der Dritte, und Fridericus der Erſte, ſein

VO Coͤrper§. Leopardi. Es iſt dieſe Kirch ſtattlich ge⸗

zieret, und reichlich begabet. Was die Infantin

Iſabella Clara Eugenia, Anno 1629. und 30. hieher verehret, und uͤber eine Tonne Schatz werth gewe⸗ ſen das findet man bey ernantem Noppio. cap. 9. p. 41. feq. Der auch cap. 10. d. lib. r. von den Kaͤiſern, ſo in dieſer Kirchen gecroͤnet, und cap. 13. von den Concilien, ſo allhie gehalten worden, zu leſen. Und haben dieſem Tempel, wegen der engen Zu⸗

ſammenfuͤgung der Stein, die Nordmannen

nichts thun koͤnnen. A iiiſ In