148 Beſchreibung der fuͤrnehmſten Ort
Laͤnge erſtrecket, auch ſonſt an mehren⸗gen Marſilti und Philipſen von Reiffen⸗ theils Orthen, ein, oder anderthalb Meyl berg/ die auf Empfahung einer gewiſſen breit iſt, darinne in Friedens und guten Summen Geldes von allem ihrem Rech⸗ Maſtzeiten, an die dreyſſig tauſend Maſt⸗ ten, das ſie zu ſolchem Schloß und Thal ſchweine fett gemacht werden koͤnnen: Es Ziegenberg, dem Dorff Langenhain und ſein auch wol in einer Schweinhatzzeit an andern darzu gehoͤrenden Gerechtigkeiten die 500. Wilde Schwein, und deren 15o gehabt, abgetretten.
in einer Jagt gefangen worden. Gegen der Es iſt erſtlich denen Herrn von Epſtein Dimel werts iſt dieſer Wald von ketnem zugeſtanden, von welchen es ums Jahr ſonderlichen Gebuͤrg, ſondern langen herr⸗ 1477. Graf Philtps zu Catzenelenbogen lichen Thaͤlern, und ſanfften Bergen; ge⸗ſerblich erkaufft, und iſt an das Hauß Heſ⸗ gen der Weſer, und Fulda aber deſto rau⸗ ſen kommen, bey Zeiten Landgraf Hein⸗ her, und bergichter, unter denen der Stauf⸗ richs, welcher obgedachten Grafens Toch⸗
fenberg/und Garnberg diehoͤchſten ſeyn/ an termann geweſen. Es haben die Diedi⸗
welchei Garnberg faſt in die runde ſechs ſche Vorfahren dieſen Orth ein merckli⸗ oder 7. ſtattliche Forellenbaͤche entſprinz ches beſſern, viel Geheck und Straͤuch gen, und in den Wald ſich außtheilen; auch ausrotten, und zum Ackerfeld erbauen hat es ſehr ſtattliche Teiche hin und wieder laſſen. Hat an Holtz/ Jagten, Weyd und in dieſer Wildfuhr, daher, ob zwar der Wein kein Mangel, und wird der Wein⸗ Orth etwas wild, doch ſonderlich Som⸗wachs den benachbarten Orthen faſt vor⸗ merszeit ſehr luſtig, und nutzlich iſt. Etwaſgezogen. Der Weinbergen einer wird eine kleine Meyl Wegs an der Weſer, ligt genant der Heilig⸗Berg, weil er der Kirch das Dorff und Zollhauß Gieſelwerder/ eigen, und derſelben annoch den Zins ent⸗ welches dabevor etwas feſt geweſen, und richtet. Als wegen der Hudt, Holtz, Ma⸗ ein ſonderlicher Paß uͤber die Weſer iſt. Ge⸗ ſtung, Waſſer und Weyd mit Chur⸗ gen uͤber ligt das Cloſter Lippoldesberg, Maͤyntz, und der Burg Friedberg/ als welches auch ein abſonderlich Ampt iſt, Mit⸗ Maͤrckern, unterſchiedene Streit und auff dreyen ſeyten Jenſeit der Weſer vorgelauffen/ ſind ſolche Streittigkeiten mit Braunſchweigiſchem territorio umb⸗ im Jahr 1602. beygelegt worden. gebẽ. Allhie hat es auch ein Eiſen Schmeltz⸗. werck/ und iſt das Aemptlein, wegen ſeiner Ziegenhain. Teiche, und deß Weſerſtrohms, auch ſehr Seeeſt eine vornehme weitberuͤhmte Ve⸗ bequem/ und hat fein Gehoͤltze/ die Rehheke*⁹ ſtung nahe bey Treyſa gelegen, allda genannt, daß deßgleichen der ſtrackengera⸗⸗e des Furſtl. Hauſes Heſſen Sampt⸗ den Baͤume halber, ſo faſt durchgehend in Archiv iſt, an der Schwalm, in der Ebne, dieſem Holtz zu finden ſein, nicht viel im und etwas imn Moraſt gelegen. Iſt vier⸗ Lande iſt. eckicht, mit kleinen runden Paſteyen, noch Sn Fzahe maef. 6 mit Anem doppel⸗ Qiogenhoerz en Waſſergraben herum fortißcirt, ſo Ziegenberg. Landgraf Philips erſtlich alſo, und mit EIn Adelich Schloß in der Wetterau einem Wall verſehen; Sein Sohn Land⸗ = denen Dieden zum Fuͤrſtenſtein/ Graff Wilhelmaber, mit ſchoͤnen Gebaͤu⸗ jetzo zugehörig, ligt ein halb Meyl von en, Profianthaͤuſern, und allerhand Butzbach, und ruͤhret ſolches Lehen vom noͤthiger Munition und Kriegsrüſtung, Fuͤrſtlichen Hauß Heſſen, ſampt dem überfluͤſſ ganfuͤllen laſſen. Hat ein feines
nechſt daran gelegenen Dorff Langen⸗ neues Schloß darinnen. Sonſten wird
hain, welches nach Abſterben anconü fuͤr den erſten Erbauer dieſes Ziegenhains, von Trardorffs Curt Diede zum Fuͤrſten⸗davon die gantze Graffſchafft den Namen ſtein, ſampt den An⸗und Zubehoͤrungen hat, Landgraff Ludwigs deß Eiſern, zu
an ſich, ſein Weib und Kinder, Sohn und Thuͤringen und Heſſen, Sohn, Pride-
Toͤchter, zu rechtem Erb⸗Lehen gebracht/ ricus gehalten, ſo der erſte Graff in Anno und foͤrderſt auff ſeine Erben devolvirt, ſo 1173. allhie worden; von welchem die fole geſchehen im Jahr 1557 mit Bewilligun⸗ gende/ biß auff Graff Johann den Groſſen
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